"Malina"

Bachmann: Zeit für einen Klassiker

Ingeborg Bachmann hält ihr Buch "Malina" und lächelt in die Kamera, Frankfurt 1971.
© Getty Images
MALINA von Ingeborg Bachmann ist wieder in den Buchcharts.
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Schon lange verstorben, aber nicht vergessen: Die bedeutende österreichische Dramatikerin Ingeborg Bachmann wäre Ende Juni 100 Jahre alt geworden. Es gab aus diesem Anlass freilich zahlreiche Termine zum Feiern und Gedenken, in Radio, Fernsehen und Kino.

Wieder in den Charts

Besonders schön ist es allerdings, wenn sich Lesende auf den Kern besinnen: das Werk der Schriftstellerin. Seit Kurzem ist ihr Roman Malina wieder in den Charts zu finden. Er erschien 1971 und soll der am meisten untersuchte Prosatext der Autorin sein.

Buchcover von "Malina" von Ingeborg Bachmann mit Porträt einer lächelnden Frau.
Bachmann © Suhrkamp

Dreiecksbeziehung

Im Roman steht ein spezielles Beziehungsdreieck im Mittelpunkt: die namenlose Erzählerin, die mit zwei Männern verbandelt ist. Ivan ist schön, unerreichbar, abgeklärt und bringt die Erzählerin um den Verstand. Malina ist mysteriös und scheint Geheimnisse zu haben. Das Besondere an diesem Text liegt unter der Oberfläche und entfaltet sich durch die tiefen Sehnsüchte der Ich-Erzählerin. Sie ist zerrissen, sucht nach ihrem Platz und nach Liebe.

Malina ist ein Buch, dessen Themen auch heute noch in der Literatur nachhallen.

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