Conference League

Austria lässt gegen Letten nichts anbrennen - 2:0

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Die Wiener Austria startete mit einem 2:0-Auswärtssieg bei Lettlands Tabellen-Drittem FK Liepaja in die Conference-Quali.
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Nach einer starken Vorbereitung brannte die Truppe von Stephan Helm auf das erste Pflichtspiel. Tatsächlich präsentierten sich die Letten im spartanischen Ausweichstadion (das eigene war nach einem Rockkonzert unbespielbar) vor 1.000 Zuschauern wie ein besserer Aufbaugegner.

31. Minute: Wustinger knackte Torsperre

Die Wiener übernahmen im Slokas Stadiona von Beginn an das Kommando. Nach vergebenen Chancen war Florian Wustinger der "Dosenöffner", als der Mittelfeldmann nach einem Eggestein-Freistoß die Kugel aus der Drehung unhaltbar unter die Latte zur verdienten Führung einschweißte.

Damit hatte sich der 23-Jährige nach seiner Rückkehr nach einer Kreuzband-Operation eindrucksvoll für den Startelf-Platz bedankt.

Kurz darauf verpasste Johannes Eggestein (43.) nur knapp die 2:0-Führung. Die Letten waren vor der Pause harmlos.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Liepaja kurzzeitig das Tempo, doch die Wiener Defensive stand extrem kompakt. Neuzugang Wels entscheidet die Partie Zur Pause brachte Helm den eingewechselten Moritz Wels, der direkt für die Vorentscheidung sorgte.

55. Minute: 2:0 durch "Joker" Wels

Nach Vorarbeit von Eggestein scheiterte Wels (55.) zunächst im ersten Versuch, setzte aber geistesgegenwärtig nach und versenkte das Leder flach im linken unteren Eck zum 2:0.

Liepaja probierte es in der Folge meist verzweifelt mit langen Bällen, kam aber nur noch durch Ede Oloko (78.) gefährlich vor das Gehäuse der Veilchen. In den Schlussminuten verwaltete Austria Wien den Vorsprung souverän und sparte Kräfte für die kommenden Aufgaben. Einzig ein Missverständnis verhinderte das 3:0, als Wels unfreiwillig den Schuss von Schablas (74.) auf der Linie blockte.

Mit dem abgeklärten 2:0-Erfolg verschafften sich die Wiener eine hervorragende Ausgangslage für das Zweitrunden-Quali-Rückspiel am 30. Juli (20.30 Uhr) in der Generali Arena.

Die Reaktionen zum Spiel

Ein glatzköpfiger Mann im schwarzen Jackett, dunkler Hose und weißen Turnschuhen steht am Rand eines Fußballfeldes. Er beugt sich leicht nach vorne und gibt mit ausgebreiteten Armen Anweisungen.
Voller Einsatz an der Seitenlinie: Austria-Trainer Stefan Helm gestikuliert wild und gibt seinen Spielern im heutigen Match beim FK Liepaja Anweisungen. Die Coaching-Taktik ging auf – die Veilchen feierten dank der Treffer von Florian Wustinger und Moritz Wels einen verdienten 2:0-Auswärtssieg in der Conference-League-Qualifikation. © GEPA pictures

Stephan Helm (Austria-Trainer): "Grundsätzlich denke ich, dass wir uns eine gute Ausgangsposition fürs Rückspiel geschaffen haben. Wir haben über das Spiel gesehen einen Ticken zu viel zugelassen. Wir hätten umgekehrt auch noch ein drittes oder viertes Tor machen können. Trotzdem gibt es positive Aspekte, die wir mitnehmen können. Es war eine solide, konzentrierte Leistung. Ich denke, dass das Spiel allgemein für uns ein Schritt in die richtige Richtung war. Trotzdem werden wir bei gewissen Dingen den Finger in die Wunde legen, weil am Sonntag geht es ja schon wieder weiter."

Zwei Fußballspieler von Austria Wien gehen Arm in Arm nach dem Spiel auf dem Spielfeld.
Gemeinsam stark zum Auftaktsieg: Die Wiener Austria feiert beim FK Liepaja einen souveränen 2:0-Erfolg in der Conference-League-Qualifikation. Nach den Treffern von Florian Wustinger und Moritz Wels präsentierten sich die Veilchen im heutigen Match extrem geschlossen und legten damit den Grundstein für den Aufstieg. © GEPA pictures

Manfred Fischer (Austria-Kapitän): "Wir sind ein bisschen überrascht worden vom Gegner, wie sie uns Mann auf Mann angelaufen sind. In der ersten Halbzeit haben wir nicht wirklich die Lösungen gefunden. Aber gegen diese Mannschaften ist es einfach wichtig, dass du dein Spiel 90 Minuten durchziehst. Eigentlich musst du das Spiel killen mit dem 3:0, dann wäre ganz zusammengeräumt gewesen. Wir haben es nicht so schlecht gemacht, aber wo wir lernen müssen, sind die letzten zehn Minuten. Wir haben noch weitere Chancen vorgefunden, das ist sehr positiv, das können wir für den Start einmal mitnehmen."

Zwei Fußballspieler von Austria Wien im violetten Trikot springen auf dem Rasen in die Luft und umarmen sich freudig. Der linke Spieler ist von hinten zu sehen, auf seinem Trikot steht die Nummer 30 und der Name Fischer.
Pure Freude bei den Veilchen: Kapitän Manfred Fischer und Florian Wustinger bejubeln im heutigen Match beim FK Liepaja den Führungstreffer der Wiener Austria. Nach Fischers Vorarbeit zimmerte Wustinger die Kugel unhaltbar unter die Latte und stellte damit die Weichen für den souveränen 2:0-Auswärtssieg in der Conference-League-Qualifikation. © GEPA pictures

Florian Wustinger (Austria-Torschütze): "Ich habe es extrem genossen. Nach dem Tor war es richtig befreiend, weil ich auch glaube, dass es uns vom Spielverlauf richtig gutgetan hat. Für mich ist es ein Riesengefühl. Der Weg zurück war extrem hart. Ich freue mich richtig, dass es so funktioniert hat. Wir haben uns das Leben selber ein bisschen schwer gemacht, indem wir den Ball nicht laufen lassen haben. Am Schluss haben wir es verpasst, dass wir es staubig runterspielen. Schade, dass wir nicht noch das dritte oder vierte Tor geschossen haben."

Ein glatzköpfiger Trainer in dunkler Kleidung steht in der Mitte eines Fußballfeldes und gibt einem Spieler im violetten Trikot mit der Rückennummer 37 den Handschlag. Ein weiterer Spieler im gleichen Trikot mit der Nummer 21 steht daneben.
Gratulation vom Cheftrainer: Austria-Coach Stefan Helm klatscht im heutigen Match nach dem Abpfiff beim Torschützen Moritz Wels ab, während Matteo Schablas dazustößt. Mit dem treffsicheren Joker-Einsatz von Wels belohnten sich die Veilchen beim FK Liepaja mit einem verdienten 2:0-Auswärtssieg im Hinspiel der Conference-League-Qualifikation. © GEPA pictures

Moritz Wels (Austria-Torschütze): "Wir waren die klar bessere Mannschaft, auch wenn es am Anfang ein bisschen ein Hin und Her war. Ich glaube, in der zweiten Halbzeit waren wir dann schon überlegen und hätten das eine oder andere Tor mehr machen können."

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