Streit um Laborwerte

Asbest-Alarm: FPÖ fordert öffentliche Datenbank

Straße mit Absperrungen und Warnschildern wegen Asbest-Sanierung, Gehwege abgedeckt.
© Mitja Kobal/Greenpeace
Nach den Asbestfunden im Asphalt mehrerer Straßen in Wien fordert die FPÖ nun die Veröffentlichung sämtlicher bekannter Fundstellen und Laborergebnisse. Anlass ist ein weiterer Verdachtsfall bei einem Schutzweg in Penzing.
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Mitte September meldete der Penzinger FPÖ-Bezirksrat Bernhard Patzer einen Asbestverdacht bei einem Schutzweg an der Kreuzung Hütteldorfer Straße und Zehetnergasse. Einige Wochen später bestätigte die zuständige MA 28 laut Patzer, dass die Untersuchungsergebnisse geringfügig über den maßgeblichen Werten lagen. Die vollständigen Laborberichte habe der Bezirksrat allerdings bis heute nicht erhalten. Für die FPÖ ist das ein Grund, mehr Transparenz von der Stadt zu verlangen. "So darf die Stadt Wien mit einem derart sensiblen Thema nicht umgehen", kritisiert FPÖ-Umweltsprecher und Landesparteisekretär Michael Stumpf gegenüber dem ORF. Umweltstadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) müsse dafür sorgen, dass die Bevölkerung umfassend über bekannte Asbestbelastungen im Straßennetz informiert wird.

Verdachtsflächen sollen auf Karte

Konkret fordern die Freiheitlichen eine öffentlich zugängliche Karte, auf der sämtliche bekannten Asbestverdachtsflächen im Straßennetz eingezeichnet sind. Auch die jeweiligen Untersuchungsergebnisse sowie bereits gesetzte und geplante Maßnahmen sollen darin ersichtlich sein. Die Datenbank müsse laufend aktualisiert werden. Zusätzlich plant die FPÖ eine Anfrage an die Umweltanwaltschaft. Damit soll eine unabhängige Überprüfung der bisherigen Maßnahmen erreicht werden.

Asbest-Antrag der Grünen gescheitert

Mit der Forderung nach einer öffentlichen Asbestdatenbank steht die FPÖ allerdings nicht alleine da. Die Grünen hatten sich bereits für eine solche Übersicht ausgesprochen und am 20. Oktober einen entsprechenden Beschlussantrag im Landtag eingebracht. Eine Mehrheit fand der Vorstoß jedoch nicht - SPÖ und NEOS stimmten gegen den Antrag.

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