F1-Rechnung

Antonelli auf Titelkurs: So früh kann er Weltmeister werden

Ein junger Mann mit blauer Mercedes-Mütze und silberner Jacke zeigt mit dem Finger und lächelt.
© IMAGO/ABACAPRESS
Kimi Antonelli fährt Richtung WM-Titel, die Konkurrenz rechnet hinterher. George Russell braucht eigene Erfolge und Ausrutscher seines Teamkollegen dazu.
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Max Verstappen feierte in Sepang seinen ersten Saisonsieg, Kimi Antonelli kam als Zweiter dem WM-Titel näher. Weil sein Mercedes-Teamkollege George Russell ausfiel, wuchs der Vorsprung auf 84 Punkte. Schon beim USA-GP in Austin (So., 25. Oktober, 21 Uhr, live bei ServusTV) könnte Antonelli Weltmeister werden – fünf Rennen vor Saisonende.

Der Italiener führt mit 320 Punkten vor Russell (236) und Lewis Hamilton (214). Dahinter folgen Charles Leclerc mit 191 sowie Lando Norris und Verstappen mit jeweils 188 Zählern. Noch sind maximal 183 Punkte zu holen: 175 in sieben Grand Prix und acht beim letzten Sprint der Saison in Singapur.

Singapur muss die Feier auslassen

Beim nächsten Grand Prix in Singapur (Sonntag, 11. Oktober, 14 Uhr, live in ORF 1 und im Sport24-Liveticker) kann Antonelli seinen Vorsprung ausbauen, den Titel aber noch nicht fixieren.

Selbst mit Siegen im Sprint und im Hauptrennen sowie zwei Nullnummern von Russell würde sein Polster nur auf 117 Punkte wachsen. Danach wären noch 150 Punkte zu vergeben. So weit lässt sich die Mathematik nicht überholen.

In Austin könnten die Siege entscheiden

Nach dem USA-GP bleiben fünf Rennen und maximal 125 Punkte. Mit mindestens 126 Zählern Vorsprung auf jeden Verfolger wäre Antonelli deshalb Weltmeister.

Genau 125 Punkte könnten ebenfalls reichen, sofern ihm die bessere Bilanz bei einem Gleichstand nicht mehr zu nehmen wäre. Dafür zählt zunächst die Zahl der Grand-Prix-Siege. Antonelli steht bereits bei acht, Russell bei drei.

DIE TITELRECHNUNG FÜR AUSTIN

Frühester Termin: Kimi Antonelli könnte am 25. Oktober beim USA-GP Weltmeister werden.
Ein mögliches Szenario: Antonelli gewinnt den Sprint und den Grand Prix in Singapur sowie das Rennen in Austin. Das bringt 58 Punkte – insgesamt hätte er dann 378.
Die Bedingungen: George Russell holt in diesen drei Bewerben höchstens 17 Punkte, Lewis Hamilton maximal 39.
Warum das reicht: Nach Austin sind noch 125 Punkte zu vergeben. Bei einem möglichen Punktegleichstand wären Antonellis dann zehn Grand-Prix-Siege entscheidend. Russell könnte höchstens acht erreichen, Hamilton sechs.
Russells Gegenrechnung: Bereits 18 Punkte würden die Entscheidung in Austin verhindern – selbst bei drei Siegen Antonellis.

Drei Siege und ein Blick in den Rückspiegel

Ein konkreter Weg zur frühen Krönung: Antonelli gewinnt den Sprint und den Grand Prix in Singapur sowie das Rennen in Austin. Mit diesen 58 Punkten würde sein WM-Konto auf 378 steigen.

Dann dürfte Russell in den drei Bewerben zusammen höchstens 17 Punkte holen, Hamilton maximal 39. Beide Bedingungen müssten erfüllt sein.

Selbst fünf Siege in den letzten fünf Rennen würden den beiden anschließend nur noch zum Punktegleichstand reichen. Antonelli hätte dann aber bereits zehn Grand-Prix-Erfolge, Russell könnte höchstens acht erreichen, Hamilton sechs. Die übrigen Verfolger wären wegen ihres Punkterückstands ebenfalls ausgeschieden.

Russell kann den Termin noch verschieben

Die volle Ausbeute ist keine Voraussetzung für den Titelgewinn in Austin. Auch mit weniger Punkten könnte Antonelli dort feiern, wenn seine Gegner entsprechend schlechter abschneiden.

Für eine Entscheidung ohne Gleichstandsregel müsste er Russell bis einschließlich Austin mindestens 42 Punkte abnehmen und Hamilton mindestens 20. Gegenüber Leclerc dürfte er höchstens drei Punkte verlieren, gegenüber Norris und Verstappen jeweils sechs.

Russells Gegenrechnung ist kürzer: Mindestens 18 Punkte aus dem Singapur-Sprint und den beiden Grand Prix würden die Entscheidung in Austin verhindern – selbst wenn Antonelli alle drei Bewerbe gewinnt.

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