Allergie-Alarm

Allergien als Lernbremse

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Müde, gereizt und unkonzentriert? Hinter 
Lernproblemen im Schulalltag kann häufig eine unerkannte Allergie stecken.
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Mit dem Schulstart bestimmen Stundenpläne, Hausaufgaben und Prüfungen wieder den Alltag von Kindern und Jugendlichen. Wenn Schüler im Unterricht jedoch auffällig müde, unkonzentriert oder gereizt wirken, muss dahinter nicht zwangsläufig mangelnde Motivation stecken. Häufig liegt die Ursache in einer bislang unerkannten Allergie. Gerade im Spätsommer sorgen Ragweedpollen und Schimmelpilzsporen für Beschwerden, während mit Beginn der Heizsaison Hausstaubmilben verstärkt zum Problem werden. Experten raten deshalb, erste Anzeichen ernst zu nehmen und frühzeitig ärztlich abklären zu lassen. Allergien zählen zu den häufigsten chronischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter. Typische Symptome wie Niesreiz, eine rinnende oder verstopfte Nase sowie juckende Augen sind vielen Eltern bekannt. Weniger offensichtlich sind jedoch die Folgen für den Alltag. Schlafstörungen, ständige Müdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten können dazu führen, dass Kinder im Unterricht weniger aufmerksam sind und ihr Leistungspotenzial nicht ausschöpfen.

Wiener Kinderärztin und Allergologin Priv.-Doz. Dr. Susanne Diesner-Treiber. © Kinder-PVE Donauinsel

Müdigkeit im Unterricht kann ein ernstzunehmendes Warnsignal sein

Wenn ein Kind im Unterricht auffällig müde, unkonzentriert oder reizbar ist, steckt nicht selten eine Allergie dahinter“, erklärt die Wiener Kinderärztin und Allergologin Priv.-Doz. Dr. Susanne Diesner-Treiber. Oft würden Eltern und Lehrkräfte zunächst nur an klassische Heuschnupfensymptome denken. Die Auswirkungen einer Allergie könnten jedoch deutlich weiter reichen und die Lebensqualität der Betroffenen spürbar einschränken. Langfristige Folgen: Bleiben allergische Beschwerden unerkannt oder unbehandelt, kann sich die Erkrankung verschlimmern. Bei Allergien der Atemwege besteht die Gefahr, dass sich die Entzündung von der Nase auf die Bronchien ausweitet. Dadurch erhöht sich das Risiko, später an Asthma zu erkranken. Zudem können im Laufe der Zeit weitere Allergien hinzukommen. Dass Allergien sogar schulische Leistungen beeinflussen können, zeigen Studien. So erzielten Schüler mit Heuschnupfen während der Pollensaison in Prüfungen schlechtere Ergebnisse als ihre beschwerdefreien Mitschüler. Fachleute sehen darin einen weiteren Grund, Symptome nicht zu bagatellisieren.

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