Extrem-Wetter

Unwetter: Überflutungen und Rettungseinsätze

Feuerwehrleute beseitigen bei starkem Regen Schlamm von einer überfluteten Straße in Neuberg an der Mürz.
© Facebook/Feuerwehr Neuberg/Mürz
Ein historischer Hitzeschock endet abrupt mit heftigen Gewittern, Hagel und Sturm.
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Heftige Regenschauer und Gewitter haben am Mittwoch in weiten Teilen Niederösterreichs die 14-tägige Hitzewelle beendet. Besonders betroffen waren laut Feuerwehr die Bezirke St. Pölten und Tulln, wo Keller und Straßen rasch überflutet wurden. Auch die Bucklige Welt war in geringerem Ausmaß betroffen. Die Einsatzkräfte verzeichneten landesweit Dutzende Ausrückungen, darunter 35 Einsätze für Auspumparbeiten und 15 wegen umgefallener Bäume. Laut "ORF-Niederösterreich" sah es am Wechsel durch kleinen, aber sehr intensiven Hagel zeitweise sogar winterlich aus. Im Raum Krumbach schüttete es mit bis zu 70 Liter Regen pro Quadratmeter.

Rettungsaktion auf der Donau

Beim Donaukraftwerk Ybbs-Persenbeug im Bezirk Melk wurde am Mittwoch eine rund 60-köpfige Gruppe in Kajaks und Kanus von dem starken Sturm völlig überrascht. Mehrere Boote kenterten, acht Menschen – darunter zwei Kinder – stürzten ins Wasser. Sie wurden rasch von der Feuerwehr und der Schleusenaufsicht gerettet und anschließend von Feuerwehrbooten begleitet durch die Schleuse gebracht. Das Rote Kreuz versorgte die teilweise leicht unterkühlten Personen mit Decken. Der Zwischenfall endete glimpflich, niemand musste ins Krankenhaus. Ein Großaufgebot an Einsatzkräften, darunter auch die Wasserrettung und die Wasserpolizei, stand im Einsatz.

Unwetterwarnung für die Steiermark

Am Mittwoch breiteten sich von Norden kommend heftige Gewitter über Teile der Steiermark aus. Das Land gab eine offizielle Akutwarnung heraus. Die Behörde warnte vor einer deutlichen Verschärfung der Wetterlage durch herabfallende Äste, umfallende Bäume und mögliche Stromausfälle.

Für den Großteil der Steiermark gilt eine orange Unwetterwarnung. Es ist mit lokalen Unwettern, Hagel und Sturmspitzen von 80 bis 100 km/h zu rechnen. Das Land Steiermark rät, sich von Bächen und kleineren Fließgewässern fernzuhalten, da diese rasch anschwellen können. Zudem sollten Partyzelte gesichert und Markisen eingezogen werden. Im Straßenverkehr wird aufgrund von aquaplaning-gefährdeter Fahrbahnen und schlechter Sicht zu erhöhter Vorsicht und reduzierter Geschwindigkeit geraten.

Akutwarnung auch für Teile Kärntens

Für weite Teile der Steiermark gelten wie für Teile Kärntens (vor allem Bezirk St. Veit an der Glan) eine Akutwarnung wegen der Gewitterfront.

Gefahr durch Gewitterzellen

Auch in anderen Teilen Österreichs, von Kärnten bis ins Burgenland sowie in Niederösterreich und Wien, besteht weiterhin Unwettergefahr. Der Wetterdienst warnt vor gefährlichen Sturmböen und wolkenbruchartigem Regen. Eine Zelle in Neudorf/Landsee brachte kürzlich 70 Liter Regen pro Quadratmeter und Böen von 77 km/h. Auch der private Wetterdienst UWZ berichtet von extremen Regenmengen und kleinräumigen Überflutungen. Die Behörden raten, während der Gewitter sichere Gebäude aufzusuchen und offene Fenster zu schließen.

Der oe24-Liveticker zum Nachlesen HIER:

+++ LIVE-Ticker +++

Gewitterzellen sind abgezogen

Wie Radarbilder des Wetter-Portals "kachelmannwetter" zeigen, sind derzeit keine Gewitterzellen über Österreich. Das Regenradar zeigt, wo es aktuell Niederschläge gibt.

Regenradar zeigt Regengebiete in Österreich und Umgebung in verschiedenen Intensitäten.
Regenradar zeigt Regengebiete in Österreich und Umgebung in verschiedenen Intensitäten. © kachelmannwetter

So kühl wie seit 12 Tagen nicht mehr

In Wien ist es "so kühl wie schon seit 12 Tagen nicht mehr", berichtet der private Wetterdienst "uwz" via Kurznachrichtendienst "X".


Dutzende Feuerwehr-Einsätze in Niederösterreich

Zahlreiche Unwetter-Einsätze in Niederösterreich: Die Feuerwehr meldet 35 Einsätze mit Auspumparbeiten und 15 weitere aufgrund von Wind umgefallener Bäume. Besonders betroffen waren die Bezirke St. Pölten und Tulln. Keller und Straßen wurden überflutet.


Sandsäcke platziert

In Marktgemeinde Neuberg an der Mürz (Bezirk Bruck-Mürzzuschlag) war aufgrund massiver Regenfälle ein Bach über die Ufer getreten. Wasser ist in ein angrenzendes Haus sowie Garagen eingedrungen. Die Anrainer wurden umgehend mit Sandsäcken versorgt. Insgesamt 21 Einsatzkräfte befreiten die Fahrbahn von den Geröllmassen und reinigten die Straße.


Kärnten: Etwa 500 Haushalte haben keinen Strom

Das Unwetter dürfte in Kärnten stellenweise die Infrastruktur beschädigen. Von Hermagor bis nach Wolfsberg kommt es immer wieder zu Stromausfällen. Derzeit sind etwa 500 Haushalte betroffen, wie das Portal "5min" berichtet.

Karte von Kärnten mit markierten Stromausfällen und regionalen Servicenummern.
Karte von Kärnten mit markierten Stromausfällen und regionalen Servicenummern. © Kärnten Netz

Feuerwehr Neudorf (Bezirk Mistelbach) warnte die Bevölkerung

"Für unsere Region wurde ein Unwetter angekündigt", warnten die Einsatzkräfte die Neudorfer Bevölkerung.


Vermurung und Baum auf der Straße

Auch über Südtirol zog heute ein Unwetter. In Meran kam es zu Vermurungen und ein Baum stürzte auf eine Straße.


Stuhlfelden: Bach über die Ufer getreten

Auch die Feuerwehr Stuhlfelden (Bezirk Zell am See) musste zu einem Unwetter-Einsatz ausrücken. Ein Bach war über die Ufer getreten, was zu einer erheblichen Verklausung führte. Blockaden wurden entfernten und somit das Bachbett freigelegt.


Starkregen, Sturm und Hagel: Einsätze im Burgenland

Das Unwetter traf auch das Burgenland und hier vor allem die Bezirke Oberwart und Oberpullendorf. In kurzer Zeit gab es dort große Regenmengen, Hagel und einen Sturm, der Bäume umriss. In Großwarasdorf ist ein Baum auf ein Dach gefallen. Blitzeinschläge haben mehrere Flurbrände ausgelöst. Im Bezirk Neusiedl am See gab es vereinzelt Pumparbeiten. Die Landesfeuerwehrzentrale verzeichnete 13 Einsätze.


Nach Hitzewelle: Stürme und Gewitter belasten Norditalien

Nach der großen Hitzewelle der vergangenen Tage haben starke Unwetter am Mittwoch Norditalien heimgesucht. In mehreren Regionen kam es zu heftigen Gewittern, Sturmböen und lokalen Tornados. Besonders betroffen sind die Lombardei, das Piemont, das Trentino-Südtirol und Venetien, wie Medien berichteten.

In Mailand und Turin wurden zahlreiche Bäume durch den starken Wind umgerissen. In der lombardischen Metropole kam es in der Gegend des San Siro-Stadions zu Verkehrsbehinderungen, nachdem Äste auf Straßenbahngleise gefallen waren. Die Feuerwehr verzeichnete Hunderte Notrufe und zahlreiche Einsätze wegen umgestürzter Bäume, beschädigter Infrastruktur und überfluteter Keller. Parks wurden vorsorglich Parks geschlossen. Zudem wurden Schutzmaßnahmen gegen mögliche Überschwemmungen aktiviert.

Schäden auch in der Region Venetien

Auch in der Region Venetien kam es zu schweren Schäden. In Asiago verursachte eine Windhose erhebliche Zerstörungen: Ein Bauernhaus wurde teilweise abgedeckt, Metallteile wurden durch die Luft geschleudert. Einsatzkräfte der Feuerwehr waren über Stunden im Einsatz, um die Lage zu sichern und Trümmer zu beseitigen.

In Trentino Südtirol sorgten starke Regenfälle und Gewitter für überflutete Straßen und umgestürzte Bäume. Die Behörden meldeten zahlreiche kleinere Einsätze der Feuerwehr, vor allem im Raum Bozen, Brixen und Meran. In höheren Lagen kam es zudem zu einem deutlichen Temperatursturz.

Auch in anderen Teilen Norditaliens gelten Unwetterwarnungen. In mehreren Regionen wurde die Warnstufe Orange oder Gelb ausgerufen. Die Behörden warnen vor weiteren kräftigen Gewittern mit Hagel, Sturmböen und lokal sehr starken Regenfällen.


Aktuelle Zugrichtungen der Gewitterzellen über Österreich

Eine Karte des Wetter-Portals "kachelmannwetter.com" zeigt die aktuellen Zugrichtungen und Einstufung der Gewitter.

Wetterkarte zeigt Gewitterzellen und Niederschlagsgebiete über Österreich und Umgebung.
Wetterkarte zeigt Gewitterzellen und Niederschlagsgebiete über Österreich und Umgebung. © kachelmannwetter

Baum stürzte auf Bundesstraße

Pongau, Salzburg: Die Freiwillige Feuerwehr Altenmarkt rückte zu einem Unwetter-Einsatz aus. Ein Baum war auf die B93 gestürzt.


Unwetter-Einsatz in Sieghartskirchen

Die Feuerwehr Sieghartskirchen (Bezirk Tulln, NÖ) berichtet von einem Unwetter-Einsatz. Aufgrund des starken Regen wurden mehrere Kanaldeckel gehoben - dadurch wurden die Straße überflutet.


Regen half Löschmannschaften

Der Waldbrand in einem steilen, schwer zugänglichen Bereich am Arikogel in Ebensee (Bezirk Gmunden), der seit Dienstag Feuerwehr, Bergrettung und Polizei in Atem hielt, ist nach einem Regen am Mittwochnachmittag gelöscht. Das teilte das Bezirksfeuerwehrkommando auf APA-Anfrage mit.

Das Feuer betraf rund 350 Quadratmeter. Am Dienstag waren rund 80 Helfer, etliche Löschfahrzeuge sowie zwei Hubschrauber im Einsatz gestanden. Am Abend war der Brand weitgehend unter Kontrolle, am Mittwoch loderten aber immer wieder Glutnester auf. 55 Feuerwehrleute waren damit beschäftigt, diese zu bekämpfen. Mittwochnachmittag erhielten sie dann Unterstützung von oben: Der einsetzende Regen löschte die verbliebenen Brandstellen endgültig ab.


Akutwarnung des Landes Steiermark

Das Land Steiermark warnt vor Unwettern: "Lokal sind mehr als 50 mm Regen in kurzer Zeit möglich."

Das Land rät: "Bitte beachten Sie folgende Vorsichtsmaßnahmen:

- Wälder und Parkanlagen meiden.

- Abstand zu Bächen und kleineren Fließgewässern halten.

- Steile und exponierte Hänge aufgrund möglicher Hangrutschungen meiden.

- Aktuelle Wetterwarnungen verfolgen und Anweisungen der Behörden sowie Einsatzkräfte beachten.

Wir ersuchen alle Bürgerinnen und Bürger, die Warnungen ernst zu nehmen und sich umsichtig zu verhalten. Durch rechtzeitige Vorsorge können Gefahren reduziert und Schäden minimiert werden."


Hier gilt eine orange Gewitter-Warnung

Der österreichische Wetterdienst GeoSphere Austria warnt: "Im Vorfeld einer markanten Kaltfront entwickeln sich einige Gewitter. Örtlich eng begrenzt können diese heftig ausfallen, es sind dabei kräftiger Starkregen, schwere Sturmböen und Hagel lokal möglich."

Gewitterwarnkarte für Österreich mit gelb bis orange markierten Warnstufen im Osten und Süden.
Gewitterwarnkarte des Wetterdienstes GeoSphere Austria © GeoSphere Austria

Sturm überrascht Reisegruppe mit Kajaks und Kanus

Mehrere Menschen sind am Mittwochnachmittag in der Nähe des Kraftwerks Ybbs-Persenbeug (Bezirk Melk) aus der Donau gerettet worden. Nach Angaben von Philipp Gutlederer von Notruf Niederösterreich dürften sie gekentert sein, als sie in einer Reisegruppe mit Kajaks und Kanus unterwegs gewesen waren. Betroffen waren demnach acht Menschen, unter ihnen auch zwei Kinder. Verletzte gab es nicht.

Ereignet hatte sich der Vorfall laut Gutlederer gegen 16.00 Uhr. Sturm und Regen zogen auf und dürften die rund 60-köpfige Reisegruppe auf der Donau überrascht haben.

Die acht gekenterten Personen wurden mit einem Arbeitsboot der Viadonau sowie durch die Feuerwehr aus dem Wasser gerettet. Durchwegs lagen nach Angaben von Gutlederer bei den Betroffenen leichte Unterkühlungen vor. Das Rote Kreuz versorgte die Geretteten deshalb mit Decken. Im Einsatz standen zudem der Arbeiter-Samariterbund, die Wasserrettung und die Polizei. Die übrigen Mitglieder der Reisegruppe wurden in Begleitung von Feuerwehr-Booten in Sicherheit gebracht.


Extreme Regenmengen

Südlich von Wiener Neustadt gab es heute bereits einen wolkenbruchartigen Regen - Hagel inklusive.


Starkregen und Hagel

Am Alpenostrand gehen heftige Gewitter nieder, wie der private Wetterdienst "uwz" berichtet.


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