Besitzer von Samsung-Smartphones müssen künftig besonders vorsichtig sein. Mit einem neuen Update verschärft der Technologiekonzern die Sicherheitsregeln für den Sperrbildschirm drastisch. Wer seine PIN zu oft falsch eingibt, riskiert eine dauerhafte Sperre des Geräts.
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Samsung führt mit der neuen Benutzeroberfläche One UI 9.0 deutlich strengere Maßnahmen gegen unbefugte Zugriffe ein. Ziel ist es laut dem Konzern, persönliche Daten besser zu schützen.
Sperrzeiten werden massiv verlängert
Das bedeutet in der Praxis: Nach fünf falschen PIN-Eingaben wird das Handy für eine Minute gesperrt. Danach steigen die Wartezeiten rasant an. Nach zehn Fehlversuchen muss man bereits vier Stunden warten, nach zwölf falschen Eingaben sogar ganze 24 Stunden.
Das passiert bei Fehlversuchen
- 5 Fehlversuche: eine Minute Sperre
- 6 Fehlversuche: 5 Minuten Sperre
- 7 Fehlversuche: 15 Minuten Sperre
- 8 Fehlversuche: 30 Minuten Sperre
- 9 Fehlversuche: 90 Minuten Sperre
- 10 Fehlversuche: 4 Stunden Sperre
- 11 Fehlversuche: 12 Stunden Sperre
- 12 Fehlversuche: 24 Stunden Sperre
- 13 Fehlversuche: Gerät wird dauerhaft gesperrt, nur ein Werksreset ermöglicht die erneute Nutzung.
Wer aus Versehen mehrmals hintereinander exakt dieselbe falsche PIN eintippt, bekommt dies nur als einen einzigen Fehlversuch gewertet. Das Smartphone zeigt zudem Warnhinweise an, wie viele Versuche noch übrig sind.
Wer es tatsächlich schafft, die PIN 13 Mal falsch einzugeben, steht vor einem massiven Problem. Das Smartphone wird in diesem Fall dauerhaft gesperrt.
So kann man das Smartphone wieder verwenden
Eine erneute Nutzung ist dann nur noch durch einen kompletten Werksreset möglich. Das bedeutet den Verlust aller lokal gespeicherten Daten, sofern kein Backup angelegt wurde. Nach dem Zurücksetzen benötigt man zudem zwingend das verknüpfte Samsung- sowie das Google-Konto, um das Handy wieder freizugeben.
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Auch wer sein Gerät normalerweise bequem per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung entsperrt, ist von den neuen Regeln betroffen. Die Android-Sicherheitsrichtlinien verlangen nämlich, dass spätestens alle 72 Stunden die PIN, das Muster oder das Passwort erneut eingegeben werden muss.
Ob die verschärften Regeln am Ende für mehr Sicherheit oder eher für Frust bei den Nutzern sorgen werden, bleibt abzuwarten. Sicher ist: Regelmäßige Backups der eigenen Daten in der Cloud werden damit wichtiger denn je.
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