Cousins vor Gericht

2 Syrer vergewaltigten und filmten 16-Jährige

Ein Mann in Handschellen hält sich Papier vors Gesicht, Personen im Hintergrund unscharf.
© Fuhrich
Die beiden Zuwanderer sollen eine junge Steirerin in Wien vergewaltigt und dabei gefilmt haben. Sie bekennen sich "nicht schuldig".
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Wien. Weil sie im Frühjahr 2025 eine 16-Jährige in eine Wohnung in der Bundeshauptstadt gelockt und missbraucht haben sollen, wurde am Montag am Landesgericht gegen zwei junge Syrer verhandelt. Die Anklage legte den 19 bzw. 21 Jahre alten Männern neben Vergewaltigung die Herstellung von bildlichem sexualbezogenem Missbrauchsmaterial und schwere Nötigung zur Last. Beide hatten sich beim mit Gewalt erzwungenen Sex gefilmt und die 16-Jährige mit den Handyaufnahmen erpresst.

Mann sitzt mit gesenktem Kopf im Gerichtssaal während einer Verhandlung in Wien.
"Alles war einvernehmlich", betneuern die angeklagten Cousins. © Fuhrich

Die Angeklagten - Cousins, die in ihrer Heimat gar keine Schule bzw. nur zwei Jahre eine Volksschule besucht haben - bekannten sich "nicht schuldig". Der Ältere behauptete, er sei mit der 16-Jährigen im Vorjahr wenige Wochen liiert gewesen und habe das beendet, weil sie "mit mehr als 40 anderen Personen eine Beziehung aufgenommen hat". Der Sex sei einvernehmlich gewesen. Der 19-Jährige wiederum gibt an, er habe in der Wohnung seines Cousins "nur Schuhe holen" wollen. Das Mädchen habe er nicht angegriffen.

Peiniger über Snapchat kennengelernt

Das Opfer erzählt in ihrer kontradiktorischen Einvernahme eine ganz andere Geschichte: Die Grazerin war im Mai 2025 für ein paar Tage nach Wien gekommen. Über Snapchat hatte sie Kontakt zum 21-Jährigen gefunden. Er soll sie unter einem Vorwand in seine Wohnung gelockt, die Tür versperrt und trotz mehrmaliger Aufforderung der 16-Jährigen, von ihr abzulassen, brutal über sie hergefallen sein.

Im Anschluss soll der erste Peiniger seinen Cousin verständigt und Verwandten allein mit der Jugendlichen in der Wohnung gelassen haben. Der 19-Jährige soll die Jugendliche dann ebenfalls mit Gewalt zur Duldung sexueller Handlungen gezwungen haben. Beide Syrer filmten alles mit ihren Mobiltelefonen.

Die Rechtsvertreter der Angeklagten orteten "Ungereimtheiten" bei den Angaben der Zeugin. Urteil demnächst.

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