Versteckt in Felsen
Hier steht die winzigste Schutzhütte der Alpen
Auf rund 2040 Metern Höhe, eingebettet zwischen Felsen, liegt die sogenannte Breitenkopfhütte und gilt mit nur etwa 16 Quadratmetern als kleinste Schutzhütte im gesamten Alpenraum. Innen ist es eng: Ein kleiner Aufenthaltsbereich, darüber ein einfaches Matratzenlager. Mehr als sechs Personen finden hier nicht Platz.
Kein Wasser, kein Strom
Wer hier nächtigt, muss auf vieles verzichten. Es gibt weder Strom noch fließendes Wasser. Trinkwasser muss von einer Quelle unterhalb der Hütte geholt werden, auch Ausrüstung wie Licht oder Brennholz müssen selbst mitgebracht werden.
Die Hütte liegt in der Mieminger Kette in Tirol, geschützt unter einem Felsüberhang. Die Lage ist nicht nur spektakulär, sondern auch praktisch: Sie schützt vor Wind und Wetter.
Zur Breitenkopfhütte gelangt man ausschließlich zu Fuß. Als Ausgangspunkte dienen etwa Ehrwald oder Leutasch, von wo aus die Wege durch alpine Landschaften immer weiter hinauf ins hochgelegene Gelände unterhalb mehrerer Gipfel führen. Die Hütte ist grundsätzlich das ganze Jahr über zugänglich. In den Wintermonaten können jedoch Schnee und Lawinen die Tour deutlich anspruchsvoller machen, weshalb Erfahrung und entsprechende Vorsicht gefragt sind.
Geschichte im Berg
Die Umgebung war einst vom Bergbau geprägt. In der Nähe befindet sich noch heute ein alter Stollen aus jener Zeit, als hier Erz abgebaut wurde. Wer die Nacht dort verbringen will, braucht einen Schlüssel vom Alpenverein. Vor Ort wird dann eine Nutzungsgebühr fällig. Luxus gibt es dafür keinen, dafür aber ein echtes Abenteuer mitten in den Alpen.
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