Ansagen im ORF

Zeiler will SPÖ-Chef werden: "Ich muss es tun"

Ein Mann spricht bei einer Konferenz, vor ihm steht ein Glas Wasser auf dem Tisch.
© APA/GEORG HOCHMUTH
Gerhard Zeiler war am Sonntagabend zu Gast in der "ZiB2".
OE24 auf Google bevorzugen

Seit dem Wochenende ist klar: Für Andreas Babler wird die Luft als SPÖ-Chef immer dünner. Der international erfolgreiche Medienmanager Gerhard Zeiler hat offiziell bestätigt, den SPÖ-Vorsitz übernehmen zu wollen.

Am Dienstagabend war Zeiler nun zu Gast in der "ZiB2". Warum er jetzt Parteichef werden will? "Wir müssen es jetzt machen", so Zeiler. Bei 15 Prozent in den Umfragen mit Tendenz nach unten, müsse man handeln. "Wenn wir nicht aufpassen, werden wir bald Nummer vier sein nach den Grünen", so Zeiler. Und: "Dieses Land braucht eine starke Sozialdemokratie".

Er sei jedenfalls nach zahlreichen Gesprächen in den letzten Wochen zu der Überzeugung gelangt: "Ich muss es tun". Zeiler erklärt: "Wenn wir es nicht schaffen, dass die Sozialdemokratie stark ist, dann werden die Extremen an die Macht kommen und das ist genau das, was wir nicht benötigen in Österreich".

In der ganzen Partei rede man darüber, dass es so nicht weitergehen kann. Man dürfe aber nicht nur den Parteivorsitzenden austauschen, sondern: "Es geht schon auch um den Kurs der SPÖ - und da glaube ich, dass ich der Richtige bin dafür", so der Medienmanager.

Zeiler stellt jedenfalls klar: "Die SPÖ wird sich entscheiden müssen". Die Entscheidung sei aber nicht nur zwischen Babler oder ihm, sondern auch für welchen Kurs die Sozialdemokratie stehe. Zeiler: "Ich stehe für einen wirtschaftsfreundlichen Kurs", so der Medienmanager. "Ich möchte da einen Kurswechsel für die "SPÖ".

Zeiler: "Ich bin kein Marxist"

Zeiler grenzt sich auch klar von Babler ab: "Ich bin kein Marxist, ich bin auch kein Klassenkämpfer. Ich bin klassischer Sozialdemokrat".

Nun sei jedenfalls der Parteivorstand am Wort, der entscheiden müsse, ob er einen Sonderparteitag abhält oder nicht. Zeiler werde aber ohnehin durch die Bundesländer fahren und um Unterstützung werben. Zurückziehen werde er sich erst, wenn ein Parteitag sage: "Ich bin es nicht".

Neuwahlen, für den Fall, dass er SPÖ-Chef wird, möchte er nicht forcieren. "Ich stehe zu dieser Regierung", so Zeiler. Es seien noch viele Punkte im Regierungsprogramm, die man noch anpacken müsse, etwa Kinderbetreuung oder mehr Kassenarzt-Verträge.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden