Wasserstand

Neuer Tiefstwert:  Neusiedler See trocknet aus

Holzsteg am Ufer des Neusiedler Sees mit Segelbooten und niedrigem Wasserstand im Hintergrund.
© APA/JUDITH HÖGERL
Der Wasserstand des Neusiedler Sees hat am Donnerstag mit 114,891 Meter über Adria einen neuen Tiefstwert seit 1965 erreicht.
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Zuletzt war der Wasserstand 2022 auf ähnlichem Niveau, lag damals jedoch einen Zentimeter darüber (114,9 Meter über Adria). Im Vorjahr stand das Wasser im See zur selben Zeit rund 40 Zentimeter höher. Ein halber Meter fehlt auf das langjährige Mittel und fast ein Meter auf den Höchstwert aus 2014.

Steg am Ufer des Neusiedler Sees in Rust mit Segelbooten und niedrigem Wasserstand.
© APA/JUDITH HÖGERL

Aktuell entwickle sich der Wasserstand ähnlich wie 2022, meinte Christian Sailer, Leiter des Hauptreferats Wasserwirtschaft im Amt der burgenländischen Landesregierung, kürzlich im Gespräch mit der APA. Der Regen der vergangenen Wochen habe jeweils nur wenige Millimeter gebracht und sei für den See zu gering ausgefallen. Zu hoffen sei nun, dass sich der See, aber auch die Salzlacken und der Grundwasserspiegel über den Winter erholen.

Blick auf den Neusiedler See mit niedrigem Wasserstand, Enten und Segelbooten in Rust.
© APA/JUDITH HÖGERL

Der Vorteil des Neusiedler Sees sei, dass er schnell auf Niederschläge reagiere und der Wasserstand bei Regen rasch ansteige. Zäher gestalte sich die Lage beim Grundwasser, das sich derzeit ebenfalls im niedrigen Bereich bewege, so Sailer. Vom Niedrigwasser betroffen seien zudem Bäche und Flüsse. Auch sie würden auf Regen warten.

Gänse am Ufer des Neusiedler Sees, flaches Wasser, Segelboote und blauer Himmel im Hintergrund.
© APA/JUDITH HÖGERL

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