Der Urenkel des berühmten Öl-Magnaten John D. Rockefeller sei im Alter von 89 Jahren gestorben, berichteten US-Medien am Freitag. Jay Rockefeller war einer der wenigen Demokraten aus seiner mehrheitlich den Republikanern nahestehenden Familie. Er setzte sich über Jahrzehnte gegen Armut und für eine bessere Gesundheitsversorgung ein.
Der 1937 in New York geborene Jay Rockefeller engagierte sich 1964 im vergleichsweise armen und vom Kohlebergbau geprägten US-Staat West Virginia als Freiwilliger in einem Programm gegen Armut. Für zwei Amtszeiten war er Gouverneur des Bundesstaats, bevor er 1984 erstmals in den US-Senat gewählt wurde. Dort vertrat er West Virginia 30 Jahre lang.
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Vom Unterstützer zum Kritiker des Irak-Kriegs
Die US-Invasion im Irak 2003 unterstützte Rockefeller zunächst. Später wurde er dann zu einem scharfen Kritiker des republikanischen Präsidenten George W. Bush und seines Kriegskurses. Zwischenzeitlich stand Rockefeller auch dem einflussreichen Geheimdienstausschuss des US-Senats vor.
2014 kandidierte Rockefeller nicht erneut für einen Sitz im Senat. "Für diejenigen einzutreten, die am meisten Hilfe brauchen, war meine Lebensaufgabe, und ich werde niemals aufhören, mich für die Menschen einzusetzen, die mir so viel bedeuten", sagte er zum Ende seiner politischen Tätigkeit.
Der Gouverneur von West Virginia, Patrick Morrisey, würdigte Rockefellers jahrzehntelanges Wirken. Er habe das Leben "von Generationen von Einwohnern West Virginias" nachhaltig geprägt.
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