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SOS-Tipps: So retten Sie Ihren Garten im 40-Grad-Hochsommer

Person jätet Unkraut auf vertrocknetem Rasen neben einem Rasenmäher im Garten.
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Es ist brütend heiß, das Thermometer kratzt an der 40-Grad-Marke und der Blick aus dem Fenster treibt Ihnen fast die Tränen in die Augen. Müssen wir den Garten für diesen Sommer abschreiben? Nein, denn mit der richtigen Strategie können Sie Ihr grünes Paradies aus dem Hitzekoma holen.
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Der ehemals sattgrüne Rasen knirscht wie trockenes Stroh unter den Füßen, die Blütenblätter leuchten warnend gelb oder vertrocknen und die stolzen Kübelpflanzen lassen schlaff die Köpfe hängen. Aber atmen Sie durch: Mutter Natur ist deutlich robuster, als es bei dieser Extremhitze aussieht. Hier sind die besten Erste-Hilfe-Tipps für Ihren Garten.

Der braune Rasen ist nicht tot, er schläft nur

Gepflegter Garten mit braunen, trockenen Grasflächen, zwei weißen Stühlen und Baum im Hintergrund.
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Viele Gartenbesitzer verfallen beim Anblick brauner, verdorrter Rasenflächen in Panik. Doch die gute Nachricht lautet: Ihr Rasen ist höchstwahrscheinlich nicht abgestorben. Gräser verfügen über einen genialen Schutzmechanismus, die sogenannte Hitze-Dormanz (eine Art Sommerruhe). Um extreme Trockenheit zu überleben, zieht die Pflanze alle Reservestoffe und Feuchtigkeit aus den Halmen zurück in die schützenden Wurzeln. Der Rasen stellt sich quasi tot, um zu überleben. Was Sie jetzt unbedingt beachten müssen:

  • Betreten verboten: Jeder Schritt über den knirschenden Rasen bricht die ausgetrockneten Halme und verletzt die Grasnarbe.
  • Nicht mähen: Ein gestresster, gelblicher Rasen, der nicht mehr wächst, darf auf keinen Fall gemäht werden.
  • Richtiges Gießen: Wenn Sie wässern, dann selten, aber dafür tiefgründig. Etwa 15 bis 20 Liter pro Quadratmeter (oder sogar mehr) sollten es sein, idealerweise in Intervallen. Bei völlig ausgetrockneten Böden perlt das Wasser sonst nur an der Oberfläche ab. Die beste Nachricht: Spätestens wenn im Herbst der Regen zurückkehrt, erholt sich der braune Rasen in den allermeisten Fällen ganz von allein.

SOS-Einsatz für Balkon- und Kübelpflanzen

Während Pflanzen im Beet ihre Wurzeln in tiefere, kühlere Erdschichten ausstrecken können, haben Kübelpflanzen ein Problem: Die Erde im Topf kann sich in der prallen Sonne auf über 50 Grad aufheizen. Die Wurzeln werden buchstäblich "gekocht" und das Substrat trocknet innerhalb weniger Stunden komplett durch.

Die 48-Stunden-Rettung für Blumentöpfe:

  • Ab in die Tauchstation: Wenn die Blumenerde hydrophob (wasserabweisend) geworden ist, nützt die Gießkanne wenig. Stellen Sie den gesamten Topf für 15 bis 20 Minuten in einen Eimer Wasser, bis sich der Wurzelballen wie ein Schwamm tiefgründig vollgesogen hat.
  • Weg vom heißen Boden: Heben Sie Kübel von den heißen Terrassenfliesen ab (z.B. auf kleine Füßchen stellen) oder nutzen Sie die "Topf im Topf"-Technik, um die Temperatur der Wurzeln um einige Grad zu senken.
  • Dünger-Verbot: Hitzegestresste Pflanzen können Dünger im Moment nicht verarbeiten. Verzichten Sie darauf, bis die Temperaturen wieder deutlich gesunken sind.

Erste Hilfe für Beete und Sommerblumen

Hand hält verwelkten Mangold in einem Gartenbeet, Nahaufnahme.
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Ihre Stauden zeigen gelbe Blätter oder hängen schlaff herunter? Auch hier ist kühler Kopf gefragt, bevor Sie zur Gießkanne greifen.

Botanische Triage: Es ist essenziell zu unterscheiden, ob Ihre Pflanze wirklich verdurstet oder sich nur schützt. Um Wasser zu sparen, schließen Pflanzen bei Hitze ihre Spaltöffnungen an den Blättern. Hängt eine Pflanze in der Mittagshitze schlapp herunter, steht aber morgens wieder stramm, ist das nur ein Selbstschutz. Hängen die Blätter jedoch auch früh am Morgen, leidet sie akuten Durst.

Dynamischer Schatten: Schützen Sie besonders stark leidende Beete in der Nachmittagssonne. Spannen Sie Sonnenschirme, helle Stofflaken oder spezielle Schattennetze (mit 30-50 % Schattierungsfaktor) auf.

Mulchen: Bedecken Sie den nackten Boden rund um Ihre Blumen. Ein sogenanntes Flächenmulchen, beispielsweise mit angetrocknetem Rasenschnitt oder Pflanzenresten, schützt die Erde vor der direkten Sonne, kühlt sie und schließt die lebenswichtige Feuchtigkeit im Boden ein. Gelbe, offensichtlich von Krankheiten befallene oder komplett vertrocknete Blätter können Sie zudem vorsichtig entfernen.

Das Timing macht den Unterschied

Die goldene Regel im Hochsommer lautet: Gegossen wird morgens zwischen 5:00 und 9:00 Uhr. Zu dieser Zeit ist der Boden am kühlsten. So reduzieren Sie die Verdunstung um bis zu 30 %, verhindern einen Hitzeschock an den Wurzeln und riskieren keine verbrannten Blätter, wie es beim Gießen in der prallen Mittagssonne der Fall wäre.

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