Besuch
Papst in Frankreich: Millionen Gläubige erwartet
Der französische Staatschef nahm das Oberhaupt von weltweit 1,4 Milliarden Katholikinnen und Katholiken am Pariser Flughafen Orly in Empfang. Anschließend steht ein Treffen im Élysée-Palast auf dem Programm. Zur Ankunft des Papstes läuteten Kirchenglocken im ganzen Land. Nachmittags will er die UNO-Kulturorganisation UNESCO besuchen.
Die UNESCO hat ihren Sitz in der französischen Hauptstadt. Am Abend ist ein Vespergottesdienst in Frankreichs Nationalstadion im Vorort Saint-Denis mit etwa 80.000 Teilnehmenden geplant. Am Samstag werden zu einer Messe auf der Place de la Concorde unterhalb der Champs-Élysées mehrere Hunderttausend Menschen erwartet.
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Für Papst Leo ist es die erste Frankreich-Reise seit seiner Wahl im vergangenen Jahr. Weitere Stationen sind der Wallfahrtsort Lourdes im Südwesten sowie die Stadt Metz unweit der deutsch-französischen Grenze. Dort will der Pontifex aus den USA eine Europa-Rede halten.
Treffen mit kleinem Kreis von Missbrauchsopfern geplant
Das Verhältnis zwischen dem Vatikan und Frankreich ist nicht frei von Spannungen. Kritik der katholischen Kirche gab es zuletzt unter anderem daran, dass die Freiheit zur Abtreibung in der französischen Verfassung verankert wurde und an einem Gesetz zur aktiven Sterbehilfe. Die Kirche wiederum steht - wie in zahlreichen anderen Ländern - wegen ihres Umgangs mit Missbrauchsopfern in der Kritik. Am Wochenende will sich der Papst in Lourdes mit einem kleinen Kreis von Opfern treffen.
In Frankreich gilt - bis auf einige Regionen im Osten des Landes - seit mehr als einem Jahrhundert eine strikte Trennung von Kirche und Staat. Beispielsweise muss dort keine Kirchensteuer gezahlt werden. Präsident Macron will den Messen des Papstes auch fernbleiben. Zwar sind die Katholiken weiterhin die größte religiöse Gruppe in Frankreich, inzwischen bekennen sich aber viele Menschen im Land nicht mehr zu einer Religion.
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