Transfer-Krimi

Papa George spricht Klartext: Alaba-Poker vor der Entscheidung

George Alaba lässt aufhorchen.
© VdF
David Alaba (34) und die ewige Klub-Suche: Jetzt könnte das Rätselraten tatsächlich auf die Zielgerade einbiegen. Seit seinem Abschied von Real Madrid ist der ÖFB-Star vereinslos – doch bei der Bruno-Gala in Wien ließ sein Vater George nun aufhorchen.
OE24 auf Google bevorzugen

Gegenüber den Medien gab George Alaba nun einen deutlichen Hinweis auf den Zeitplan: David werde schon bald selbst verkünden, wie es mit seiner Karriere weitergeht. Innerhalb der nächsten Wochen soll Klarheit herrschen. Ein Karriereende steht dabei offenbar nicht zur Debatte – der langjährige Bayern- und Real-Star will seine Laufbahn fortsetzen.

Damit bekommt der bislang zähe Poker plötzlich einen Zeitrahmen. Die Liste der möglichen Ziele hat dabei einige spektakuläre Wendungen genommen. Manchester United und AC Milan gehörten zunächst zu den großen Namen, die mit Alaba in Verbindung gebracht wurden. Auch Lazio Rom und Club América tauchten auf – ein konkreter Abschluss blieb jedoch aus.

Lazio war zuletzt eine der konkreteren Spuren. Die Italiener sollen sich mit Alaba beschäftigt haben, entschieden sich letztlich aber offenbar für den ebenfalls ablösefreien Diogo Leite. Damit ist auch diese Tür vorerst nicht weit offen.

Union-Gerücht – doch was ist dran?

Und dann kam Union Berlin! Nach dem 0:7 beim FC Bayern und bereits 17 Gegentoren nach vier Bundesliga-Spieltagen schien Alaba auf dem Papier wie eine spektakuläre Lösung für die Defensive: Bundesliga-Erfahrung, Führungsqualitäten und internationale Klasse – dazu die Möglichkeit, in der Innenverteidigung und auf links zu spielen.

Doch das Gerücht hat einen Haken: Nach Sky-Informationen ist an der Union-Spur nichts dran. Ein konkreter Vorstoß der Berliner sei nicht bekannt. Der Name sorgt für Schlagzeilen, ein bevorstehender Wechsel lässt sich daraus aber nicht ableiten.

Bleibt große Frage: Europa – oder Amerika?

Auch die MLS ist für Alaba weiterhin eine interessante Perspektive. Inter Miami wurde mit dem Österreicher in Verbindung gebracht, ebenso die Vancouver Whitecaps, bei denen seit 2025 Ex-Bayern-Kollege Thomas Müller spielt. Und der Kalender lässt die Tür noch offen: Das reguläre MLS-Transferfenster schloss zwar am 2. September, vereinslose Spieler können unter den entsprechenden Voraussetzungen noch bis zum Roster Freeze am 9. Oktober verpflichtet werden. Danach sind die Kader grundsätzlich bis nach dem MLS Cup eingefroren.

Alabas Trumpf: Sein Netzwerk. 13 Jahre Bayern, fünf Jahre Real Madrid und 117 Länderspiele haben dem Österreicher Verbindungen in praktisch jede große europäische Liga beschert – von Deutschland über Spanien und Italien bis England. Dazu kommt sein Status als Vereinsloser: Auch wenn die regulären Transferfenster längst geschlossen sind, können Klubs vertragslose Spieler unter bestimmten Voraussetzungen weiterhin verpflichten und registrieren. Genau das hält für Alaba zahlreiche Türen offen.

Rangnick verzichtete auf Kapitän

Sportlich wird eine Lösung allerdings immer wichtiger. Österreichs Teamchef Ralf Rangnick verzichtete zuletzt auf seinen langjährigen Kapitän, weil Alaba nach seiner vereinslosen Zeit die regelmäßige Spielpraxis fehlt. Der nächste Klub muss für ihn deshalb mehr bieten als nur einen großen Namen: Entscheidend sind Rolle, Vertrauen und die Aussicht auf regelmäßige Einsätze.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden