Wie die britische "Times" berichtet, veröffentlichte die Frau namens Lynne ein Video, das sie gemeinsam mit ihrer Tochter im Café am Besucherzentrum von Auschwitz zeigt.
Darin beklagt sie, dass es keinen entkoffeinierten Kaffee und keine pflanzliche Milch gegeben habe. Stattdessen habe sie einen Erdbeer-Smoothie getrunken, den sie als stark verwässert beschrieb. Ihre Tochter habe eine Limonade bekommen, deren Geschmack sie ebenfalls kritisierte.
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Für die beiden Getränke hätten sie insgesamt neun Pfund bezahlt – umgerechnet rund 10,50 Euro. Für Lynne war das offenbar deutlich zu teuer.
Video geht millionenfach viral
Die Britin gab anschließend sogar einen Tipp für andere Besucher: Wer nach Auschwitz komme, solle sich besser selbst etwas zu essen und zu trinken mitbringen.
Ihr Video wurde inzwischen mehr als 4,2 Millionen Mal angesehen. In den Kommentaren hagelte es Kritik. Viele Nutzer zeigten sich angesichts des Ortes und des Themas des Videos fassungslos.
Einige Kommentare waren ironisch, andere deutlich schärfer. Kritisiert wurde vor allem, dass sich die Touristin in ihrem Video ausgerechnet auf die Preise und Getränke konzentrierte.
Museum äußert sich zum Video
Auch das Auschwitz-Birkenau-Museum nahm gegenüber der "Times" Stellung. Das Café am Besucherzentrum werde von einem externen Betreiber geführt, außerdem seien die Preise klar ausgewiesen.
Für das Museum stehe bei einem Besuch jedoch etwas völlig anderes im Mittelpunkt: die Geschichte des ehemaligen deutschen nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslagers, das Schicksal seiner Opfer und das Gedenken an die Menschen, die dort ermordet wurden.
Auschwitz war größtes NS-Vernichtungslager
Der Lagerkomplex Auschwitz war das größte Konzentrations- und Vernichtungslager der Nationalsozialisten. Zwischen 1940 und 1945 wurden schätzungsweise rund 1,3 Millionen Menschen dorthin deportiert.
Etwa 1,1 Millionen Menschen, überwiegend Jüdinnen und Juden, wurden ermordet. Am 27. Jänner 1945 befreite die Rote Armee das Lager.
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