Recap

London Fashion Week 2026: Die Shows, über die jetzt alle sprechen

Drei elegant gekleidete Personen sitzen in der ersten Reihe einer Modenschau.
© Jed Cullen/Dave Benett/Getty Ima
London hat wieder geliefert: Zwischen Alexander McQueens düsterem Comeback, Christopher Kanes Neustart bei Mulberry und einer überraschend spektakulären H&M-Show zeigte die Fashion Week, warum die britische Hauptstadt modisch ihren ganz eigenen Platz hat. Dazu kamen jede Menge Stars in den Front Rows.
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Vom 17. bis 21. September stand London ganz im Zeichen der Mode. 47 Catwalk-Shows, 23 Präsentationen und zahlreiche Events standen auf dem offiziellen Programm und diesmal gab es einige besonders große Comebacks zu feiern. Denn London 2026 fühlte sich ein bisschen nach Fashion-Reunion an: Alexander McQueen kehrte mit seiner Show aus Paris zurück, Christopher Kane übernahm bei Mulberry und H&M machte aus seiner Präsentation gleich ein audiovisuelles Spektakel.

H&M macht aus der Fashion Show ein Popkultur-Event

H&M Show


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© Zach Hilty/BFA.com

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Gleich zum Auftakt setzte H&M ordentlich einen drauf. Gemeinsam mit Fotograf und Filmemacher Nick Knight und SHOWstudio inszenierte die Marke die Herbst/Winter-Kollektion 2026 nicht einfach als klassischen Laufsteg, sondern als multimediale Show. Musik von Labrinth, Performance, riesige Screens und Models wie Alex Consani und Lila Moss machten daraus eher ein Fashion-Film-Erlebnis als eine gewöhnliche High-Street-Präsentation.

Auch die Mode selbst hatte einiges zu erzählen: romantische Silhouetten trafen auf Leder, Denim, Spitze und punkige Accessoires. Historische Einflüsse wurden mit einer deutlich moderneren, kantigeren Ästhetik kombiniert.

Alexander McQueen kommt nach Hause

Alexander McQueen


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© Jed Cullen/Dave Benett/Getty Images for McQueen

Eine Frau mit langen roten Haaren trägt ein elegantes weißes Kleid bei einer Modenschau.

Florence Welch

© Jed Cullen/Dave Benett/Getty Ima

Eine Frau steht in modischer Kleidung und hält eine Handtasche, umgeben von Menschen bei Nacht.

LONDON, ENGLAND - SEPTEMBER 20: Alexa Chung attends McQueen Spring Summer 2027 Show during London Fashion Week September 2026 on September 20, 2026 in London, England. (Photo by Annie Raistrick/Getty Images)

© Getty Images

Der wohl emotionalste Moment der London Fashion Week war das Comeback von McQueen. Das Label präsentierte seine neue Kollektion erstmals wieder in London, nachdem die Shows zuletzt in Paris stattgefunden hatten. Kreativdirektor Seán McGirr setzte dabei auf genau das, wofür McQueen berühmt ist: Drama, Dunkelheit und eine ordentliche Portion Gothic.

Gezeigt wurden unter anderem Metall-Harnische, Schuhe mit auffälligen Riemen und ein Kettenkleid mit silbernen Totenköpfen. Gleichzeitig gab es aber auch leichtere, fast engelsgleiche Looks mit dramatischen Organza-Schultern. Britisches Tailoring und Referenzen an die Londoner Rave-Kultur komplettierten die Kollektion. Auch die Gästeliste passte zum großen Comeback: Florence Welch, Emma Corrin, Emilia Clarke, Georgia May Jagger, Lila Moss, Alexa Chung und Jamie Campbell Bower saßen unter anderem in der Front Row.

Mulberry bekommt einen neuen Christopher-Kane-Stempel

Auch bei Mulberry gab es einen Neustart: Christopher Kane zeigte seine erste Kollektion als Creative Director des britischen Traditionshauses. Sein Ziel: Mulberrys Geschichte nicht einfach zu kopieren, sondern sie neu zu übersetzen. Besonders deutlich wurde das bei der berühmten Bayswater-Tasche. Kane nahm Elemente ihres charakteristischen Verschlusses und ihrer Lederklappen und übertrug sie auf Kleidungsstücke. Dazu kamen Leder, Karomuster und eine Mischung aus Stadt- und Country-Einflüssen. Der Titel der Kollektion: "Town, City, Country".

Was bleibt von London?

Wenn man die diesjährige Fashion Week auf einen Nenner bringen müsste, wäre es wohl: britische Mode besinnt sich auf ihre eigene Identität – aber ohne nostalgisch zu werden.

McQueen bringt seine dramatische DNA zurück nach London, Mulberry verbindet Heritage mit Christopher Kanes persönlicher Handschrift und H&M zeigt, dass High Street längst verstanden hat, wie man ein Fashion-Event produziert.

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