"Wir werden sehen, was passiert"
Iran-Zeitung zeigt Teherans Angriffs-Ziele in Europa
Staatsnahe Medien und hochrangige Politiker warnen offen davor, dass Einrichtungen der USA und der NATO zu legitimen Zielen werden könnten.
Auch interessant
Auf der Titelseiten einer iranischen Zeitungen wurde am Dienstag eine brisante Warnung an den Westen laut. Die der Teheraner Stadtverwaltung gehörende Zeitung Hamshahri veröffentlichte unter der Schlagzeile "Wir werden sehen, was passiert" eine Landkarte, auf der Militärstandorte in neun europäischen Ländern explizit markiert sind.
Dieser Twitter Post kann aufgrund Ihrer aktuellen Datenschutzeinstellungen nicht angezeigt werden, da für dessen Einbettung ein Drittanbieter hinzugezogen wird, der technisch für den Betrieb der Website nicht zwingend notwendige Cookies setzt. Wenn Sie den Inhalt sehen möchten, bitten wir Sie um Einwilligung zu diesem konkreten Cookie von „Twitter“. Ihre Einwilligung ist einmalig für den Aufruf dieses Inhalts und wird nicht gespeichert.
Je nach Anbieter kann mit der Erteilung Ihrer Einwilligung auch ein Datentransfer in Drittstaaten verbunden sein, für die keine geeigneten Garantien vorliegen. Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung .
Es betrifft militärische Einrichtungen Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Rumänien, Griechenland und Zypern. Sollte die europäische Infrastruktur genutzt werden, um US-Einsätze gegen den Iran zu unterstützen, stufe das Regime diese als legitime militärische Ziele ein.
Massive Drohungen aus Teherans Führungsebene
Die publizistische Offensive wird von scharfen Tönen aus der iranischen Politik und Militärführung flankiert. Das iranische Staatsoberhaupt, der neue oberste Führer Mojtaba Khamenei, warnte Berichten zufolge vor hochrangigen Militärkommandeuren vor einer unmittelbaren und wirksamen Antwort "ohne geografische Grenzen".
Zudem behaupteten Teheraner Abgeordnete wie Kamran Ghazanfari, die Islamische Republik besitze bereits seit Längerem getestete Interkontinentalraketen (ICBM), die Europa und die USA erreichen könnten, sowie potenziell einsatzbereite Nuklearwaffen. Unabhängige Bestätigungen für diese nuklearen und interkontinentalen Behauptungen liegen derzeit nicht vor.
Säbelrasseln nach US-Angriffen
Die scharfe Rhetorik folgt unmittelbar auf Angriffe der Vereinigten Staaten in der Region um die Straße von Hormus. In der Nacht zuvor bombardierte das US-Militär eine iranische Flugabwehr- und Raketenanlage auf der Insel Qeschm vor der iranischen Südküste. US-Präsident Donald Trump bestätigte die Operation auf Fox News und sprach von einem "kleinen Angriff" und keinem Krieg: Man habe den zweimonatigen Aufbau der Anlage beobachtet und diese unmittelbar nach Fertigstellung zerstört.
Gleichzeitig sorgt die diplomatische Ebene für Verwunderung: Am selben Tag sicherte der iranische Präsident Masoud Pezeshkian dem neuen zypriotischen Botschafter bei dessen Akkreditierung in Teheran eine Vertiefung der bilateralen Beziehungen zu – während zeitgleich zypriotische Basen in iranischen Medien ins Fadenkreuz gerückt wurden.
OE24 TV Live-Stream
OE24 TV Live-Stream
Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden