SOS-Tipps
Hitzewelle lockt Ungeziefer ins Haus: So machen Sie Spinnen & Co. den Garaus
Viele kennen die Situation nur allzu gut: Kaum hat man es sich auf der Couch gemütlich gemacht, huscht plötzlich ein achtbeiniger Schatten über den Wohnzimmerboden und in der Küche wimmelt es von kleinen Fliegen. Gerade im Sommer fühlen sich Spinnen, Fruchtfliegen, Ameisen und andere ungebetene Gäste in unseren Wohnungen besonders wohl. Doch davon sollten Sie sich die Stimmung nicht vermiesen lassen. Mit den richtigen Maßnahmen lassen sich die lästigen Sommerplagegeister schnell und effektiv vertreiben.
Warum krabbelt es plötzlich überall?
Dass sich Spinnen und Insekten im Herbst ins Haus verziehen, ist bekannt. Doch auch bei extremen Hitzewellen im Hochsommer flüchten die Tiere nach drinnen. Der Grund: Draußen ist es ihnen einfach zu heiß und zu trocken. Asphalt und Fassaden heizen sich extrem auf. Spinnen reagieren sehr empfindlich auf extreme Hitze und Trockenheit und suchen nach schattigen, kühleren und moderat feuchten Orten. Unsere gut isolierten Wohnungen, Keller und Badezimmer sind da das Paradies.
Gleichzeitig sorgt die langanhaltende Wärme dafür, dass sich Schädlinge wie Fruchtfliegen, Kakerlaken oder Ameisen rasend schnell vermehren. Die Folge: Wahre "Invasionen" in unseren Wohnräumen, die laut Schädlingsbekämpfern gerade im Hochsommer zu extrem vielen Einsätzen führen. Zu den häufigsten Sommer-Gästen gehören derzeit:
- Die Hauswinkelspinne & Zitterspinne: Sie mögen es geschützt und schattig, perfekt, um im heimischen Keller oder hinterm Schrank zu lauern.
- Ameisen: Auf der Suche nach Nahrung (und Wasser) dringen sie oft durch winzige Ritzen in Häuser ein.
- Fruchtfliegen: Die schwüle Hitze lässt sie explodieren, sobald frisches Obst auf dem Tisch steht.
So werden Sie das Ungeziefer schnell los
Damit Ihr Zuhause kein Insekten-Hotel wird, müssen Sie nicht gleich zur chemischen Keule greifen. Mit diesen Strategien halten Sie die Krabbeltiere fern:
Fliegengitter & Rollläden
Der beste Weg, Insekten loszuwerden, ist, sie gar nicht erst hereinzulassen. Fliegengitter sind der Lebensretter im Sommer. Wer zudem noch außenliegende Rollläden oder Wabenplissees nutzt, hält nicht nur die drückende Sommerhitze draußen, sondern blockiert auch Insekten den Weg.
Clever lüften
Gekippte Fenster am Tag sind eine Einladung für Hitze und Ungeziefer. Lassen Sie Fenster und Türen tagsüber verschlossen. Gelüftet wird ausschließlich in den späten Abendstunden oder im frühen Morgengrauen, wenn die Luft abgekühlt ist.
Duftbarrieren aus der Natur
Spinnen und Insekten haben sehr feine Sinne und verabscheuen bestimmte Gerüche. Nutzen Sie das zu Ihrem Vorteil. Ätherische Öle wie Pfefferminzöl, Eukalyptus oder Lavendel können an Türrahmen oder Fensterbretter geträufelt werden und wirken wie eine unsichtbare Barriere. Auch frisches Basilikum auf dem Küchentisch hält so manche Fruchtfliege fern.
Keine Gratis-Buffets eröffnen
Insekten suchen bei Hitze nach Nahrung und Feuchtigkeit. Lassen Sie daher im August niemals Essensreste, süße Säfte oder offenes Obst herumstehen. Werden Lebensmittel sofort weggeräumt und Mülleimer häufiger geleert, entziehen Sie Ameisen und Fliegen die Existenzgrundlage.
Spinnen? Bitte nicht töten, sondern umsiedeln
Auch wenn der Schreck groß ist, wenn eine stattliche Hauswinkelspinne über den Teppich flitzt: Bitte nicht draufhauen oder sie in den Staubsauger saugen. Spinnen sind äußerst nützlich. Sie sind die natürlichen Bodyguards unseres Zuhauses, denn sie fressen genau das Ungeziefer, das uns wirklich nervt (Mücken, Motten, Fliegen). Nutzen Sie ein großes Glas und ein Stück festere Pappe, fangen Sie das Tier behutsam ein und setzen Sie es im schattigen Garten (am besten mindestens 50 Meter vom Haus entfernt) wieder aus.
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