Garten-Countdown

Diese Gartenarbeiten müssen Sie im August unbedingt erledigen

Senior gießt Blumenbeet im Garten, Werkzeuge und Eimer liegen neben ihm auf dem Rasen.
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Der August ist da und der Garten zeigt sich von seiner prächtigsten Seite. Doch wer jetzt denkt, er könne sich ausschließlich im Liegestuhl entspannen, verpasst die wichtigste Phase des Gartenjahres.
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Im August zeigt sich der Garten von seiner schönsten Seite: Tomaten reifen in leuchtenden Rottönen, Zucchini wachsen beinahe über Nacht und die Blumenbeete verströmen einen betörenden Duft. Doch trotz der sommerlichen Fülle gibt es jetzt wichtige Aufgaben, die nicht warten können. Wir zeigen Ihnen, mit welchen Tricks Sie das Maximum herausholen und wie Sie Ihr grünes Paradies gesund durch den Spätsommer bringen.

Gießen: Weniger ist im Hochsommer oft mehr

Bei hochsommerlichen Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke schreien unsere Pflanzen nach Wasser. Doch Vorsicht: Wer jetzt jeden Abend nur oberflächlich mit dem Gartenschlauch über die Beete wedelt, tut seinem Garten keinen Gefallen.

Gemüse und Kräuter werden in einem Hochbeet mit einer Gießkanne bewässert.
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Gießen Sie seltener, dafür aber durchdringend. Ein kräftiger Wasserguss alle zwei bis drei Tage regt die Pflanzen dazu an, tiefere Wurzeln zu bilden, um an Feuchtigkeit zu gelangen. Auch der Zeitpunkt ist entscheidend. Wässern Sie unbedingt in den frühen Morgenstunden. So verdunstet das Wasser nicht sofort in der prallen Sonne. Abendliches Gießen ist trügerisch, denn nasse Blätter in der Nacht locken Schnecken an und begünstigen Pilzkrankheiten.

Hitze-Tipp: Decken Sie die nackte Erde zwischen Ihrem Gemüse mit Rasenschnitt oder Rindenmulch ab. Das schützt den Boden wie eine isolierende Decke vor dem Austrocknen.

Ernte und Gemüsepflege

Im Gemüsegarten herrscht Ausnahmezustand. Um die Pflanzen weiterhin produktiv zu halten, ist aktives Management gefragt: Warten Sie bei Gurken und Zucchini nicht zu lange. Zucchini sind am zartesten und aromatischsten, wenn sie etwa 15 bis 20 Zentimeter lang sind. Werden Gurken zu groß, stoppt die Pflanze die Bildung neuer Blüten, also lieber regelmäßig durchpflücken.

Das "Ausgeizen" (das Entfernen von jungen Seitentrieben in den Blattachseln) bleibt auch im August Pflicht. Zudem sollten Sie jetzt die bodennahen, alten Blätter der Tomatenpflanzen entfernen. So kann die Luft besser zirkulieren und feuchtes Laub trocknet nach einem Sommerregen rascher ab, der beste Schutz gegen die gefürchtete Kraut- und Braunfäule.

Sommerschnitt für Beeren & Blüten

Mit gezielten Schnitten verjüngen Sie Ihre Pflanzen und kitzeln oft noch eine zweite Blüte heraus. Das regelmäßige Abschneiden von Verblühtem bei öfter blühenden Rosen ist extrem wichtig. Nur so regt man die Pflanzen an, ihre Kraft nicht in Hagebutten, sondern in frische, prächtige Blütenknospen zu stecken.

Frau schneidet verblühte Hortensienblüten mit einer Gartenschere im Sonnenschein ab.
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Himbeeren stutzen: Nach der Ernte ist vor der Ernte. Sobald die Sommerhimbeeren abgetragen haben, sollten die alten, zweijährigen Ruten direkt über dem Boden abgeschnitten und sicher entsorgt (im Hausmüll, nicht auf dem Kompost) werden. Das dämmt den fiesen Himbeerkäfer ein, dessen Maden den Winter so nicht im Garten überdauern.

Obstbäume schneiden: Für Apfelbäume ist der August die ideale Zeit für einen korrigierenden Sommerschnitt. So kommt deutlich mehr Sonne an die reifenden Früchte.

Nachsaat und Gründüngung

Sobald Flächen von frühen Kartoffeln oder Erbsen frei werden, sollten Sie sofort nachsäen. Vogerlsalat, Spinat, Pflücksalat, Radieschen und Rucola keimen jetzt hervorragend und bescheren Ihnen knackige Vitamine bis in den Herbst hinein.

Für Beete, die Sie dieses Jahr nicht mehr abernten möchten, ist eine sogenannte Gründüngung (wie Phacelia oder Buchweizen) ideal. Sie bedeckt den nackten Erdboden, unterdrückt hartnäckiges Unkraut und reichert die Erde ganz natürlich mit Stickstoff für das nächste Gartenjahr an.

Nährstoff-Boost

Starkzehrer wie Kürbisse oder Tomaten freuen sich im August über eine letzte, sommerliche Extra-Portion Nährstoffe (z. B. durch einen organischen Flüssigdünger), um ihre späten Früchte voll ausreifen zu lassen. Obstgehölze können Sie zudem mit Patentkali stärken, das festigt das Holz und macht die Bäume robust für den kommenden Winter.

Die Belohnung für all die Mühe? Ein eigenes grünes Paradies, das bis zum ersten Frost prächtig blüht und Ihnen körbeweise frisches Obst und Gemüse auf den Teller zaubert.

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