In zahlreichen bekannten Skigebieten steigen die Preise für reguläre Tageskarten, mehrere Destinationen überschreiten erstmals die Marke von 80 Euro. Spitzenreiter ist Ski Arlberg: Eine Erwachsenen-Tageskarte kostet in der Saison 2026/27 bis zu 85 Euro.
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Damit setzt sich ein Trend der vergangenen Jahre fort. Bereits in der vergangenen Saison hatte Ski Arlberg als erstes großes österreichisches Skigebiet die 80-Euro-Marke überschritten. Nun ziehen weitere bekannte Wintersportorte nach. In Sölden kostet die Tageskarte künftig 84,50 Euro, in Kitzbühel und Ischgl jeweils 83 Euro. Die Zillertal Arena sowie die Ski ALPIN CARD liegen bei 82 Euro.
Besonders stark fällt die Erhöhung in Sölden aus. Dort steigt der maximale reguläre Tagespreis von 75,50 auf 84,50 Euro – ein Plus von neun Euro oder 11,9 Prozent. Am Arlberg und in Kitzbühel beträgt der Aufschlag jeweils 3,50 Euro. In Ischgl werden vier Euro mehr verlangt.
Auch zahlreiche andere Skigebiete erhöhen ihre Preise. Gastein und Schladming-Dachstein verlangen künftig jeweils bis zu 81,50 Euro. Obertauern steigt auf 72 Euro, Nassfeld, Bad Kleinkirchheim und der Katschberg auf jeweils 73 Euro. Am Kreischberg kostet die Tageskarte 72 Euro, an der Axamer Lizum 67 Euro und am Lachtal 62 Euro.
Preise steigen erneut
Die steigenden Ticketpreise haben mehrere Gründe. Die österreichischen Seilbahnbetreiber verweisen unter anderem auf höhere Energie- und Personalkosten. Gleichzeitig müssen die Anlagen laufend modernisiert und instand gehalten werden. Dazu gehören etwa Seilbahnen, Pisten, Lawinensicherheit und Beschneiungsanlagen.
Nach Angaben des österreichischen Wirtschaftsministeriums investieren die heimischen Seilbahnen jährlich rund eine halbe Milliarde Euro in Infrastruktur. Dazu zählen neben Sicherheit und Komfort auch Beschneiung und Energieeffizienz.
Für die Skigebiete ist die künstliche Beschneiung inzwischen ein besonders wichtiger Kostenfaktor. Moderne Anlagen benötigen große Mengen an Wasser und Energie und müssen rechtzeitig vor Saisonbeginn einsatzbereit sein. Gleichzeitig investieren viele Regionen in leistungsfähigere Lifte, größere Förderkapazitäten und digitale Angebote.
Tageskarte ist nicht gleich Tageskarte
Der jeweilige Höchstpreis bedeutet allerdings nicht automatisch, dass jeder Skifahrer diesen Betrag bezahlen muss. Viele Gebiete setzen inzwischen auf flexible Preismodelle. Der Preis kann davon abhängen, wann der Skipass gekauft wird, für welchen Tag er gilt und wie hoch die Nachfrage ist.
Vor allem der Online-Frühbucherpreis kann deutlich unter dem späteren Kassenpreis liegen. In Gastein wird für die Hauptsaison beispielsweise eine Online-Spanne von 69,50 bis 81,50 Euro angegeben. Auch Schladming-Dachstein nennt Preise zwischen 69,50 und 81,50 Euro. Wer erst am Gültigkeitstag an der Kassa kauft, muss dagegen mit dem regulären Höchstpreis rechnen.
Damit wird der Zeitpunkt des Skipasskaufs immer wichtiger. Frühbucher können Geld sparen, müssen sich dafür aber frühzeitig auf einen bestimmten Skitag festlegen.
Mehrtageskarten reduzieren den Preis pro Skitag
Noch deutlicher kann sich der Preis bei längeren Aufenthalten reduzieren. In der Zillertal Arena kostet eine reguläre Sechs-Tageskarte für Erwachsene 399 Euro. Umgerechnet sind das 66,50 Euro pro Skitag – deutlich weniger als die reguläre Tageskarte mit 82 Euro.
Auch in der SkiWelt Wilder Kaiser – Brixental kostet eine Sechs-Tageskarte 413,50 Euro. Pro Tag ergibt das rund 68,92 Euro. Wer sechs Tage fährt, zahlt damit im Vergleich zu sechs einzelnen Tageskarten erheblich weniger.
Für Familien kann die Wahl des richtigen Skipassmodells deshalb einen beträchtlichen Unterschied machen. Neben Mehrtageskarten gibt es in vielen Regionen eigene Familien-, Kinder- oder Jugendtarife. Teilweise gelten zudem günstigere Preise außerhalb der Hauptsaison.
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