Prozess
Betrug mit Spendenaktion für "Rammstein-Opfer"?
Der jetzt Angeklagte startete im Juni 2023 auf GoFundMe die Kampagne "Hilfe für Rammstein Anwalts Opfer". Ziel waren zunächst 7000 Euro. 529 Spender überwiesen 10.669 Euro. Dennis K. schrieb, eine Frau habe nach der Berichterstattung über Rammstein Post vom Management erhalten und brauche anwaltlichen Beistand. Es sei unerträglich, "dass Opfer sexualisierter Gewalt zum Schweigen gebracht werden sollen, während Täter sich feiern lassen".
Die Staatsanwaltschaft hält das für bewusst unwahr, berichtet dazu die Berliner Zeitung: Die beschriebene Person und der behauptete Abmahnfall hätten nicht den Tatsachen entsprochen. Das Geld sei von Anfang an für private Zwecke bestimmt gewesen. Ob die Frau existierte, soll das Gericht klären. Der Aufruf ist auf der Plattform noch sichtbar.
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Die Idee zu dieser Spendensammlung lieferten die Vorwürfe gegen Rammstein: Mehrere Frauen, oft anonym, schilderten gegenüber Medien Übergriffe bei Aftershowpartys, es war auch von Betäubungsmitteln die Rede. Lindemann ließ alles dementieren. Die Berliner Staatsanwaltschaft stellte die Ermittlungen gegen ihn am 29. August 2023 ein – mangels stichhaltiger Beweise. Seine Anwälte erwirkten später Korrekturen und Unterlassungen gegen Teile der Berichterstattung. Schon 2023 wurde der Spendensammler, der sich auf X als "Antifa-Jurist" präsentierte, mit Fake-Vorwürfen konfrontiert - er wies sie damals zurück.
Ob Dennis K. ein Opfer erfand oder nur nicht korrekt abrechnete, entscheidet in Kürze das Amtsgericht Tiergarten.
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