Interview

Baerbock attackiert die AfD

Annalena Baerbock gab dem Magazin "Rolling Stone" ein Interview.
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"Dass in Teilen unseres Landes Rechtsextremisten der AfD stärkste Kraft sind, kann niemanden, der seine Heimat, unsere Freiheit und Demokratie liebt, ruhig schlafen lassen", meint Annalena Baerbock in einem aktuellen Interview in New York. Und sie fühle sich in ihrer neuen Heimat "sauwohl".
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Zwei Wochen nach dem Ende ihrer Amtszeit als Präsidentin der UN-Generalversammlung beschreibt Annalena Baerbock New York als Entlastung. "Gerade tut mir eine Großstadt wie New York mit ihrer Anonymität saugut, wo man einfach eine von Millionen ist und nicht ständig medial beobachtet und bewertet wird", sagte die frühere Außenministerin dem bekannten US-Magazin "Rolling Stone".

Mit ihren beiden Töchtern hat sie eine Wohnung in Manhattan bezogen. Der Beruf stehe nicht mehr an erster Stelle. "Jetzt setze ich meine Kinder wieder an die erste Stelle." Für die Mädchen sei es "nicht nur schön gewesen, dass jeder ihre Mutter kannte und vor allem auch jeder eine Meinung zu ihr hatte". Eine ruhigere Kindheit hätten sie gehabt, wäre die Mutter nicht Spitzenpolitikerin gewesen – eine bewusste Entscheidung, keine Klage.

Baerbocks Uni-Vertrag läuft drei Jahre

Das UN-Jahr endete am 8. September 2026, ihr Nachfolger ist Khalilur Rahman aus Bangladesch. Baerbock, 2025 mit großer Mehrheit gewählt und erst die fünfte Frau in dem Amt, bleibt in der Stadt. In wenigen Wochen beginnt sie als Professor of Professional Practice für Global Leadership an der Columbia University und Co-Direktorin des Masterprogramms "Global Leadership" an der SIPA. Der Vertrag läuft drei Jahre. Es ist eine Praxisprofessur für erfahrene Führungskräfte, keine Forschungsstelle – ähnlich wie einst bei Hillary Clinton. Den Studenten will sie mitgeben, "was ich bei den VN in diesen stürmischen geopolitischen Zeiten erlebt habe".

Die Karenzzeit nach dem Ministeramt ist abgelaufen, das Jahr am East River hat ihren Blick verschoben. Andere Weltregionen seien "resilienter und damit auch risiko- und innovationsfreudiger" als Europa, sagte sie – Drohnenversorgung auf dem Land, Frauenquoten. In Ruanda sitzen mehr als 50 Prozent Frauen im Parlament: "Das ist keine woke Idee, das ist eine Lehre des Völkermords." Feministische Außenpolitik, in Deutschland oft verspottet, erlebe sie hier als Sicherheitspolitik.

Auch beim aktuellen Interview kommt eine Attacke gegen die AfD: Dass die AfD in Teilen des Landes stärkste Kraft sei, könne niemanden ruhig schlafen lassen, "der seine Heimat, unsere Freiheit und Demokratie liebt – egal wie weit man weg ist", meinte Baerbock.

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