Chaos am Himmel

Auch Vögel fliegen im "Jetlag" daneben

Eine Mehlschwalbe zeigt Abwehrverhalten gegen Parasiten und sitzt auf einem Draht vor blauem Himmel.
© IMAGO/imagebroker
Nach einem langen Flug nach New York oder Bangkok ist der Körper oft an der Grenze. Wie Forscher jetzt herausgefunden haben, geht es Vögeln ebenso.
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Forscher von der Universität Oxford haben jetzt Atlantik-Sturmtaucher genauer unter die Lupe genommen.

Die Forscher fanden heraus: Wenn diese Seevögel auf ihren langen Migrationsrouten rasch Zeitzonen nach Osten oder Westen durchqueren, gerät ihre innere Uhr – genau wie beim Menschen – in Konflikt mit der tatsächlichen Ortszeit. Die Forscher und Forscherinnen haben GPS-Daten von 1.045 Vögeln aus 20 Jahren analysiert, insgesamt 3.688 Flüge. Das berichtet das Fachmagazin "Science".

Die Sonne als Kompass

Vögel nutzen für ihre Navigation unter anderem die Sonne als Wegweiser. Um den Kurs anhand des Sonnenstandes korrekt zu berechnen, müssen sie genau wissen, wie spät es ist. Ihre innere Uhr steuert dieses Zeitgefühl.

Die Folge: Durch die rasche West- oder Ostverschiebung stimmt die innere Uhr nicht mehr mit dem tatsächlichen Sonnenstand vor Ort überein.

Die Tiere machen dann dramatische Rechenfehler bei der Kursbestimmung. Sie fliegen dadurch eine Zeit lang in einem falschen Winkel und weichen leicht von ihrer optimalen Route ab, bis sich ihre innere Uhr nach einigen Tagen an die neuen Lichtverhältnisse angepasst hat.

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