Hitze-Flucht
Abkühl-Hotspots in Wien: Hier ist es bis zu 5 Grad kälter!
Der Asphalt flimmert, die Luft steht und das Thermometer kennt im Juli 2026 nur eine Richtung: nach oben. Doch bevor Sie sich am liebsten im Kühlschrank verkriechen, gibt es gute Nachrichten: Wien bietet überraschend viele Orte, an denen die Sommerhitze erträglicher ist. Wir verraten, wo die Temperaturen um bis zu sechs Grad niedriger sind als in den aufgeheizten Straßen.
Esterházypark
Wer hätte gedacht, dass einer der kühlsten Orte Wiens direkt neben dem Haus des Meeres liegt? Der Esterházypark wurde in den letzten Jahren in einen echten "Cooling Park" verwandelt. Dank dichter Baumbepflanzung und ringförmigen Nebeldüsen, die feinen Sprühnebel in die Luft blasen, entsteht hier ein Mikroklima, das die Sommerhitze erträglicher macht. Das Resultat: Hier ist es nachweislich bis zu 6 Grad kälter als in der direkten, betonierten Umgebung.
Die Lobau
Die Lobau, ein Teil des Nationalparks Donau-Auen, ist im Hochsommer ein echtes Paradies für Hitze-Flüchtlinge. Während der Asphalt im Stadtzentrum glüht, sind die Böden in den dichten Auwäldern der Lobau stellenweise bis zu 5 Grad kälter als die städtische Umgebung. Durch die dichte Vegetation und das viele Gewässer verdunstet Wasser, was die Luft abkühlt. An freigegebenen Naturbadeplätzen wie der Dechantlacke (beliebt bei FKK-Fans) oder der Panozzalacke (perfekt für Familien) können Sie nach einem Spaziergang auch im kühlen Naturwasser abtauchen.
Der Wienerwald
Ohne den Wienerwald im Westen wäre unsere Stadt an extremen Hitzetagen etwa um bis zu 6 Grad heißer. Er ist der wichtigste Kältespeicher Wiens. Wenn im Kessel der Innenstadt die Luft steht, fangen sich hier die kühleren Luftmassen. Der Abkühl-Tipp: Fliehen Sie in die Höhe. Auf den Stadtwanderwegen rund um den Kahlenberg, den Leopoldsberg oder den Cobenzl weht fast immer eine erfrischende, kühle Brise. Unter den großen Baumkronen können Sie endlich wieder durchatmen, während Ihnen die flimmernde Hitze der Stadt ungefährlich zu Füßen liegt.
"Coole Straßen"
Die Stadt Wien hat das Hitzeproblem erkannt und rüstet auf. In sogenannten "Coolen Straßen" wurde der dunkle Asphalt durch helle Beläge ausgetauscht, die weniger Hitze speichern. Dazu kommen frische Bepflanzungen und Wasserspiele. Spazieren Sie durch die Phorusgasse im 4. Bezirk, die Goldschlagstraße im 14. oder die Zieglergasse im 7. Bezirk. Hier weht Ihnen im wahrsten Sinne des Wortes ein kühlerer Wind um die Nase, flankiert von erfrischenden Nebelduschen.
Kostenlose "Coole Zonen"
Wenn es draußen einfach gar nicht mehr geht, hilft nur noch die Flucht nach drinnen. Genau dafür gibt es mittlerweile 37 offiziell ausgewiesene "Coole Zonen" in Wien (z.B. im Wien Museum am Karlsplatz oder im Haus Erlebnis Europa). Das sind frei zugängliche, klimatisierte Räume, in denen Sie sich gratis aufhalten, lesen, WLAN nutzen oder einfach nur durchatmen können – ganz ohne dass Sie etwas kaufen müssen. Ein Blick auf den digitalen Stadtplan Wiens zeigt Ihnen sofort, wo sich Ihre nächste Rettungs-Zone befindet.
Ab in die Unterwelt
Wollen Sie den Temperatursturz extrem? Dann verlassen Sie die Oberfläche. Unter den Straßen Wiens schlummern historische Gewölbe, die das ganze Jahr über ihre kühlen Temperaturen halten.
- Die Katakomben des Stephansdoms & die Kapuzinergruft: Während die Touristen am Stephansplatz bei 35 Grad schmelzen, herrschen in den unterirdischen Gängen herrliche 16 bis 20 Grad.
- Schlumberger Kellerwelten (19. Bezirk): Über 300 Meter lange historische Gewölbe, in denen Sekt reift und das bei konstant kühlen Temperaturen. Eine Sektverkostung am Ende der Tour sorgt für die Extra-Erfrischung von innen.
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