In einer Woche
2.200 Russen-Drohnen terrorisieren die Ukraine
Auch mehr als 1.640 Gleitbomben und 38 ballistische Raketen und Marschflugkörper seien eingesetzt worden, schrieb Selenskyj in sozialen Netzwerken. Allein in der Nacht auf Sonntag sind bei russischen Angriffen fünf Menschen getötet worden.
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Bei nächtlichen Angriffen auf die südliche Region Saporischschja seien laut Selenskyj drei Menschen getötet worden. Zudem habe es ein Todesopfer durch einen russischen Drohnenangriff in Kiew gegeben. Außerdem gab es ein Todesopfer in der Schwarzmeerhafenstadt Odessa. Nach russischen Angaben wurde ein Grenzdorf in der ostukrainischen Region Charkiw eingenommen.
Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko erklärte, dass eine Frau und zwei 16-Jährige in der Hauptstadt verletzt und ins Krankenhaus eingeliefert worden seien. "Der Feind greift die Region Kiew weiterhin unerbittlich mit Angriffsdrohnen an", erklärte die Stadtverwaltung. 16 Gebäude seien beschädigt worden, darunter zwölf Privathäuser in den Vororten sowie ein Lager und eine Produktionsstätte.
Behörden der Region Odessa berichteten unterdessen von einem "massiven Angriff" im Süden des am Schwarzen Meer gelegenen Gebiets mit einem Todesopfer. Der Regionalgouverneur Oleh Kiper erklärte, russische Angriffe hätten "ein Wohngebäude, eine medizinische Einrichtung, ein Hotel, ein Geschäft sowie ein Lagerhaus für Getreide" beschädigt.
Steigt die Abwehrquote gegen Russlands Jetdrohnen?
Zivilbevölkerung und Wirtschaft in der Ukraine haben in den vergangenen Wochen vor allem unter weiterentwickelten russischen Kampfdrohnen mit Jetantrieb zu leiden. Diese Drohnen fliegen schneller und höher als ihre Vorgängermodelle mit Propellerantrieb. Neue Abwehrdrohnen sind noch in der Entwicklung. Allerdings sagte Selenskyj am Samstag, mittlerweile gelinge es, etwa 55 Prozent der Jetdrohnen abzufangen. Belege dafür gibt es bisher nicht.
Russland hat im fünften Jahr des Kriegs seine Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt verstärkt. Am Samstag sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow vor der UNO-Vollversammlung, Moskau werde seinen Militärangriff "bis zum Ende" fortsetzen. In Moskau teilte das Verteidigungsministerium am Sonntag mit, russische Truppen hätten ein Grenzdorf in der ostukrainischen Region Charkiw eingenommen, wo Russland bereits mehrere Gebiete kontrolliert.
Russland versucht seit mehr als viereinhalb Jahren, die Ukraine mit einer groß angelegten Invasion zu unterwerfen. Alle Bemühungen um Verhandlungen für ein Ende des Krieges blieben bisher ohne Erfolg.
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