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2008
22. August 2008 07:16 | Kategorie: Olympia
Jetzt will Mirna ein Baby

Einmal Peking-Ente essen und die Chinesische Mauer sehen. Lässt man das aus, dann war man nicht in China, heißt es. Da die Spiele dem Ende zugehen, musste ich reagieren. Das mit der Ente hatte ich schon erledigt, also war ich gestern auf dem größten Bauwerk der Erde. Sehr beeindruckend. Auch deshalb, weil ich in Begleitung unserer „Miss Olympia“ Mirna Jukic war. Die Bronzemedaillengewinnerin über 100 m Brust sorgte für riesiges Aufsehen, als wir mit Mama Mirela, Papa Zeljko und Freundin Tina bei Badaling, rund 70 Kilometer von Peking entfernt, die Mauer bestiegen. Als sie ihre Medaille für das ÖSTERREICH-Fotoshooting zückte, spielten sich turbulente Szenen ab.


Unbezahlbar. Innerhalb weniger Sekunden war Mirna umzingelt und konnte nicht mehr weiter. Alle wollten die Medaille anfassen. Manche boten Mirna sogar Geld für die Bronzene. „Diese Medaille ist für mich unbezahlbar. Für kein Geld dieser Welt würde ich sie hergeben.“ Als sie dann in einer ruhigen Minute so dastand und ihren Blick über die Hügel in die Ferne schweifen ließ, dachte ich mir: Jetzt oder nie! Der Zeitpunkt war günstig, da Papa Zeljko damit beschäftigt war, Mirnas Mutter die Story von Dschingis Kahn zu erzählen. Ich stellte die Frage: „Mirna, hörst du mit dem Schwimmsport wirklich bald auf?“ „Ich habe noch so viele andere Ziele, die ich erreichen möchte“, antwortete sie. „Zum Beispiel mein Publizistik-Studium. Und wie jede Frau träume ich von einer eigenen Familie. Ich möchte ein schönes, geregeltes Leben mit Kindern haben.“ „Aber du bist doch erst 22“, hielt ich dagegen. „Na und?“, grinste sie. „Ich habe schon immer gewusst, was ich will.“

Kommentare

… aufhören? das ist aber schade !

Von: Mia am 24.08.2008 um 11:19 am


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