02
2010
Kulturskandal nicht nur in Salzburg?
Kein Einzelfall. Der Skandal um die Salzburger Osterfestspiele ist keine teure Lokalposse – er hat eine gesamtösterreichische Dimension. Wenn jetzt im Dunstkreis eines Aushängeschilds der österreichischen Hochkultur ein derart krasser Fall krimineller Misswirtschaft aufgeflogen ist, liegt zumindest der Verdacht nahe, dass Salzburg kein Einzelfall ist. Kontrolle. Es würde lohnen, sich bei anderen Kulturveranstaltungen umzuschauen. Gerade dort, wo üppige Subventionen fließen und Sponsoren reichlich Geld spenden, ist es mit der Kontrolle oft nicht weit her. Es muss nicht immer die ganz hohe Hochkultur sein: Die Wörthersee-Bühne zu Klagenfurt beispielsweise böte ein interessantes Betätigungsfeld für ambitionierte Prüfer. Die Vorgangsweise in Salzburg sollte Vorbild werden für den Umgang mit derartigem Missbrauch. Deshalb muss die Festspiel-Affäre lückenlos aufgeklärt werden. Salzburgs Landeshauptfrau Burgstaller hat gegen die verantwortlichen Festspielchefs ungeheure Vorwürfe erhoben. Wenn sie stimmen, verwundert nur eines: dass die Betreffenden noch immer auf freiem Fuß sind.





Werner Schima

Salzburg ist bei Gott kein Einzelfall in diesem Sumpf-Kulturskandal. Seit Jahrzehnten wird gemunkelt, dass die sämtlichen Kulturstätten Wien s und Landeshauptstätten rigoros zu überprüfen sind. Leider nur bei den Ansagen geblieben. Und wenn doch überprüft wurde, so hat die Politik dafür gesorgt, dass nichts an die Öffentlichkeit durchsickert. So schauts aus!!!!