08
2008
Brückner hat heute nichts zu verlieren
Handschrift. Egal, wie das Länderspiel heute in Nizza ausgeht, Karel Brückner kann dafür nicht verantwortlich gemacht werden. Wenn wir gewinnen, ist es nicht sein Verdienst, wenn wir verlieren, darf man ihm keine Schuld geben. Denn: Den Kader hat Andreas Herzog ausgesucht, die Zeit der Vorbereitung war zu kurz, dass unser Team schon die Handschrift von Brückner tragen kann.
Doppel-Debüt. Was ich vom ersten Länderspiel nach der EURO erwarte? Ein anständiges Auftreten und Abschneiden unserer Mannschaft. Das heißt: keine Niederlage. Die Ausgangsposition ist klar: Die Italiener haben die qualitativ besseren Spieler, aber kaum Spielpraxis, weil die Meisterschaft erst Ende August beginnt. Das könnte ein Vorteil für uns sein. Bei den Italienern ist Erfolgsgarant Marcello Lippi wieder da, er vertraut seinen Weltmeistern Buffon, Pirlo, Zambrotta oder Del Pierro. Gegen Italien kannst du also als kleines Österreich nur gewinnen, kannst nicht verlieren.
Patriot. Ich kann mich noch ganz genau an mein Debüt als Teamchef erinnern. Es war am 27. März 2002 in Graz, wir gewannen gegen die Slowakei mit 2:0. Ich hatte das goldene Händchen und wechselte mit Weissenberger und Brunmayr die Torschützen ein. Es war für mich ein unvergessener Augenblick, als vor dem Spiel die Bundeshymne erklang. Es war ein noch ergreifenderes Gefühl als als Spieler. Ich war stolz, österreichischer Teamchef zu sein.





Hans Krankl
